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20.12.2007 
Investmentidee des Tages

Auf Nummer sicher

von Christian Panster

Die Kapitalmärkte sind noch immer im Griff der Subprime-Krise. Die Unsicherheit ist groß, die erhoffte Jahresendrally an der Börse stockt. Grund genug für Anleger, bei der Geldanlage nicht allzu viel zu riskieren. Mit der richtigen Strategie lässt sich sogar von der 2009 kommenden Abgeltungsteuer profitieren. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

DÜSSELDORF. Mit Wertpapieren des Bundes lassen sich zwar keine spektakulären, wohl aber passable Renditen erzielen. Außerdem gibt es das Geld am Laufzeitende zurück – zu 100 Prozent. Bei Finanzierungsschätzen etwa hat der Anleger die Wahl zwischen 12 und 24 Monaten Laufzeit. Die Rendite liegt bei derzeit 3,7 bzw. 3,65 Prozent. Im Juli lag sie für beide Laufzeiten noch über vier Prozent. Zuletzt sind die Renditen wegen der Hypothekenkrise aber gesunken.

Bei den Schätzen handelt es sich um abgezinste Wertpapiere, d.h. der Anleger bekommt keinen Zinscoupon, sondern zahlt bei Erwerb weniger und erhält am Ende der Laufzeit den Nennbetrag ausbezahlt. Die Differenz ist die Rendite, der Mindestanlagebetrag beträgt 500 Euro. Finanzierungsschätze werden nicht an der Börse gehandelt.



Dem Anleger drohen also keine Kursverluste. Der Nachteil: Die Wertpapiere dürfen nicht vorzeitig zurückgegeben werden. Geordert werden können die Finanzierungsschätze über die Finanzagentur des Bundes. Die Verwaltung ist kostenlos.

Für Anleger könnte der Finanzierungsschatz mit 2-jähriger Laufzeit aus steuerlicher Sicht durchaus interessant sein. Die Besteuerung der Zinseinnahmen läßt sich in die Zeit nach Einführung der Abgeltungsteuer (1.1.2009) verschieben. Der Anleger spart, sollte er seinen Freistellungsauftrag bereits ausgeschöpft haben und sein persönlicher Steuersatz über dem Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent liegen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Schatzbriefe für Anleger, die ihr Geld länger als 24 Monate loswerden wollen

Für Anleger, die ihr Geld länger als 24 Monate loswerden wollen, bietet der Bund einen weiteren Schatz - bzw. zwei Typen des einen Schatzes. Die sogenannten Schatzbriefe haben eine Laufzeit von sechs (Typ A) und sieben (Typ B) Jahren. Aber das ist nicht der einzige Unterschied: Während der Anleger bei Typ A die Zinsen jährlich ausbezahlt bekommt, werden bei Typ B die Zinsen gesammelt und erst am Laufzeitende, nach sieben Jahren ausbezahlt. Der Zinssatz steigt bei beiden Varianten jählich an. Derzeit beträgt er im ersten Jahr 3,5 Prozent, im letzten 4,25 Prozent.

Aus steuerlicher Sicht gilt für den Schatzbrief Typ B das gleiche wie für die Finanzierungsschätze mit 2-jähriger Laufzeit: Die gesammelten Zinseinnahmen lassen sich in die Zukunft verschieben, und Anleger, mit einem persönlichen Steuersatz über 25 Prozent, können so ihre Belastung drücken.

Auch Bundeschatzbriefe werden nicht an der Börse gehandelt und sind deshalb gegen Kursverluste immun. Anleger können die Wertpapiere aber nach dem ersten Laufzeitjahr an die Finanzagentur zurückgeben und neu, zu aktuellen, eventuell Konditionen kaufen. Möglich ist eine Rückgabe von bis zu 5 000 Euro (der Mindesanlagebtrag liegt bei beiden Typen bei 50 Euro) innerhalb von 30 Tagen zum Nennwert zuzüglich anteiliger Zinsen.

Das kann dann lukrativ sein, wenn die Europäische Zentralbank die Leitzinsen in Zukunft anheben wird. Das hebt auch das Zinsniveau der künftigen Wertpapieremissionen des Bundes.


Gut für Anleger: Täglich eine neue Investmentidee auf Handelsblatt.com !
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