4 Bewertungen ****
16.07.2008 
Neuer Ärger mit Sparkassen

Bund plant weitere Produkte für private Investoren

von Michael Detering

Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen weist die Kritik der Banken und Sparkassen an der Tagesgeldanleihe zurück. Vielmehr will der Bund sein Geschäft mit Privatanlegern ausweiten.

Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen verteidigt die Pläne der Bundesregierung.Lupe

Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen verteidigt die Pläne der Bundesregierung.

FRANKFURT. Denkbar sei etwa ein Produkt, das für Dauersparer geeignet ist, sagte gestern Jörg Asmussen, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, bei einer Veranstaltung der Finanzagentur in Frankfurt. In Frage käme auch ein Wertpapier, das privaten Investoren eine Inflationsabsicherung anbiete oder ein Papier, dessen Verzinsung sich flexibel an längeren Laufzeiten orientiere.

Um über konkrete Details zu weiteren Produkten für Privatanleger zu sprechen, sei es noch zu früh, erklärte Asmussen, aber: "Sicherlich wird aber die nächste Produktinnovation im Privatkundengeschäft anders als die Tagesanleihe nicht wieder 30 Jahre auf sich warten lassen."

Die Pläne könnten zu neuem Ärger mit den Banken und Sparkassen führen. Seit dem 1. Juli können Privatanleger beim Bund Tagesgeld anlegen. Damit bietet die Finanzagentur des Bundes, die die Schulden Deutschlands verwaltet, erstmals ein Zinspapier mit täglicher Verfügbarkeit an. Banken und Sparkassen sehen sich in ihrem Kerngeschäft bedroht. Sie hatten bemängelt, dass die Tagesgeldanleihe mit einem Tagesgeldkonto vergleichbar sei. Sie sehen eine Wettbewerbsverzerrung, weil die Finanzagentur keine Steuern zahlen müsse und - anders als die Banken - keinen aufsichtsrechtlichen Regeln mit entsprechenden Kosten für deren Einhaltung unterliege.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne

Beiträge zum Thema

Anzeige
Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Markt-Monitor

Ein erster Strohhalm  Artikel in Merkliste

13.10.2008 von Ralf Drescher

Heftige Kursgewinne zum Start lassen auf eine erfreulichere Woche an den Börsen hoffen. Für Euphorie gibt es angesicht von Rezessionssorgen und anhaltender Unsicherheit im Bankensektor keinen Anlass. Aber die Hoffnung auf ein Ende der rasanten Talfahrt wächst. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Kurze Karriere  Artikel in Merkliste

13.10.2008 von Michael Maisch

Wenn der Staat mehr als eine Bank kontrolliert, kommt es zu massiven Anreizproblemen. Kommentar

weiterAnzeige - Aktuelle Umfrage

Umfrage zum Thema "Bankpräferenzen" 

Welche Bankgeschäfte wickeln Sie privat online ab und wie zufrieden sind Sie mit dem Online-Angebot? Was erwarten Sie von Ihrer Bank? Unter allen Teilnehmern der Umfrage wird ein iPod nano (8GB) von Apple im Wert von 149 Euro verlost. Machen Sie jetzt mit! Hier geht es zur Umfrage WEB-Link


Handelsblatt Börsenradio 14.10.2008 (Mittagausgabe) 

14.10.2008, 12:00 UhrBörsenradio

Kursfeuerwerk setzt sich weltweit fort - Börse Tokio mit Rekordgewinn - Dax-Auftrieb etwas verlangsamt - US-Regierung will laut Medienberichten auch direkt bei Banken einsteigen - Autozulieferer Leoni senkt Gewinnprognose: Aktie bricht ein Anhören


Anzeige