Das Solarprojekt soll jährlich etwa sechs bis acht Mill. Euro zusätzlich in die CRE-Kasse spülen. Bis Ende des Jahres soll Kooperationspartner Systaic Solarstromanlagen im Wert von 100 Mill. Euro schlüsselfertig installieren. Die Leistung der Anlagen entspreche dem Stromverbrauch von etwa 6 000 Haushalten im Jahr, hieß es. Gegenwärtig zahlen Versorger noch 46,75 Cent je auf Hausdächern erzeugter Kilowattstunde Strom.
Lampe-Analyst Neumann beklagt den "Hauruck-Charakter" der Maßnahme. Er hätte es lieber gesehen, wenn zunächst Testanlagen installiert worden wären. Doch die Eile hat einen Grund. Im nächsten Jahr will die Bundesregierung die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschriebenen Einspeisevergütungen senken. Der Bundesverband Solarwirtschaft erwartet dann eine um zehn Prozent niedrigere Einspeisevergütung. CRE werde aber nur etwa 60 Prozent der Kapazitäten noch in diesem Jahr aktivieren können, vermutet Unicredit
-Mann Remke. Er rechnet aus diesem Grund die zusätzlichen Einnahmen nur auf vier Mill. Euro hoch.
Remke wie auch Neumann begrüßen den Schritt und halten unverändert an ihrer Kaufempfehlung für CRE fest. Helmut Kurz, Manager der Ellwanger & Geiger Immobilienaktienfonds, gehört dagegen zu denen, die die CRE-Aktie seit Jahren meiden. Die gute Idee ändere nichts daran, dass "die Bestände schlecht sind und die Verschuldung vergleichsweise hoch ist", begründet Kurz seine Meinung. Ende des dritten Quartals betrug die Eigenkapitalquote rund ein Drittel. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2007 veröffentlich CRE Ende März.

