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12.02.2008 
Investmentidee

Das Rauchverbot stört nicht

von Anette Kiefer

Das vielerorts zu Jahresbeginn in Kraft getretene Rauchverbot schockte die Gastronomie. Doch nicht nur dort fürchteten viele um ihren Umsatz, auch die Tabakindustrie musste sich um ihre Zukunft Gedanken machen. An den Börsen machte sich dies jedoch nicht negativ bemerkbar – im Gegenteil. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

STUTTGART. In den meisten deutschen Kneipen und Gaststätten ist das Qualmen seit dem 1. Januar verboten – doch Zigarettenaktien bleiben weiter begehrt. Mitte Januar erreichte etwa die Altria Group, der Mutterkonzern von Philip Morris und damit Besitzerin der Zigarettenmarke Marlboro, bei knapp 80 Dollar ein neues Fünfjahreshoch. Elf von zwölf Banken raten zum Kauf der Aktie, und Goldman Sachs nennt sie gar den „Top-Titel im Tabaksektor“.

Ende März werden aus der einen Erfolgsgeschichte sogar zwei. Denn vor wenigen Wochen bestätigte die Geschäftsleitung das seit langem kursierende Gerücht, dass die internationale Zigarettensparte als Philip Morris International (PMI) abgespalten wird und selbst an die Börse geht. Damit könnte der Konzern noch aggressiver expandieren, ohne an das US-Geschäft gebunden zu sein, sagen Experten.

Analystin Judy Hong von Goldman Sachs erwartet, dass das neue Unternehmen bald separat in den S&P-500-Index aufgenommen wird und dadurch weiter in der Anlegergunst steigt. Auch die deutsche WGZ-Bank lobt die Abspaltung: PMI sei im vergangenen Quartal mit einem Umsatzzuwachs von fast 20 Prozent ein wichtiger Wachstumstreiber für Altria gewesen. Die Bank änderte daraufhin ihr zwei Jahre altes Anlageurteil für die Aktie von Verkauf (reduzieren) auf Kauf (akkumulieren).


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Mit seiner weltberühmten Marke Marlboro und einer unerschütterlichen Gewinngeschichte überzeugt Altria seit langem. „Bei der heutigen wirtschaftlichen Lage muss sich der Anleger für Aktien entscheiden, die sich über viele Jahrzehnte bewährt haben“, sagt etwa Steve Grass vom Finanzdienstleister und Börsenmakler Stuart Frankel.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Attraktive Margen-Struktur

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