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02.11.2007 

Dies gilt gerade auch für die auf der Suche nach stetigen Anlageerträgen befindlichen Private-Equity-Unternehmen und für Hedge-Fonds, die mit ihrem Geld insgesamt stärker auf ökologische Themen, auf den Schutz der Erde und damit auf die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde setzen. „Hedge-Fonds haben generell den Wassermarkt entdeckt und nehmen dabei eine Führungsrolle unter den institutionellen Investoren ein“, sagt Della Casa.

Auf den Anlegermärkten sei der Wasserbereich als ökologisches Thema im Vergleich zu wesentlich kleineren Sektoren wie erneuerbaren Energieträgern und Luftreinhaltungs-Technologien bislang eindeutig unterbewertet. Das dürfte sich in Zukunft jedoch ändern, weil die Wasserversorgung nach Auffassung von Société Générale zu den globalen Schlüsselaufgaben des 21. Jahrhunderts gehört. Man müsse wissen, dass die globale Wassernachfrage im vergangenen Jahrhundert doppelt so rasch gestiegen ist wie die Weltbevölkerung, sagen in diesem Zusammenhang die Fachleute der Citigroup.

Obwohl sich das britische Hedge-Fonds-Unternehmen Man Investments darüber im Klaren ist, dass ein solcher Vorschlag kontroverse Diskussionen auslösen wird, spricht es sich in einem kürzlich vorgelegten Bericht für eine stärkere Privatisierung der globalen Wasserindustrie aus. „Das wird Kapital generieren und die dringend notwendige Modernisierung der Infrastruktur am Wassermarkt ermöglichen“, sagt Della Casa.

Dies ist nach Meinung anderer Fachleute vor allem am asiatischen Markt dringend notwendig, wo rund 60 Prozent der Weltbevölkerung leben, gleichzeitig aber nur etwa 30 Prozent der weltweit bekannten Trinkwasserreserven zur Verfügung stehen. „In China gibt es seit vielen Jahren eine latente Wasserknappheit“, weist der populäre Investment-Guru Marc Faber auf eine der dringlichsten Probleme für die Regierung in Peking hin.

„Die Möglichkeit, als Investor vom allgemeinen Anstieg der Wassernachfrage zu profitieren, sind vielschichtig“, sagt Björn Bahlmann von Lazard Asset Management. Starkes Interesse der Anleger hat dazu geführt, dass Aktien von Unternehmen, die Expertise, Dienstleistung und Technologie im Wassermarkt einbringen und in der Wasserversorgung, Wasserreinigung und Wasserinfrastruktur tätig sind, überdurchschnittlich gestiegen sind. Den Megatrend Wasser haben Banken und Kapitalanlagegesellschaften zur Emission von Fonds, Zertifikaten, ETFs und anderen strukturierten Produkten genutzt.

Mittlerweile sind neun Zertifikate auf dem Markt: DJ World Water Index (Wowax) von Société Générale (WKN SG1WWX), ein Basket aus zehn international tätigen Wasserversorgern und Unternehmen der Wassertechnikbranche von der Raiffeisen Centrobank (WKN RCB2EQ), der Total Return Water-Index von ABN Amro (ABN1DK), ein Basket aus zehn international tätigen Unternehmen aus den Bereichen Wasserversorgung, -technik und -entsorgung von der WestLB (WKN WLB5GV), der Global Water Utilities TR Index von der UBS (UB0WAS), der S-Box Dr. Hoeller Pure Water Index von Sal. Oppenheim (WKN SCL3J4), der Wasser Aktiv TR Index von DWS GO (WKN DWS0GJ) der ML Welt Wasser Index von Merrill Lynch (WKN ML0BEC) und ein Basket mit 15 Unternehmen aus dem Bereich der Wasserversorgung von HSBC Trinkaus & Burkhardt (WKN TB0RVA).

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