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16.05.2008 
Investmentidee des Tages

Die Umwelt fürs Depot

von Udo Rettberg

In den angeschlagenen Ökosystemen der Welt ist Großreinemachen angesagt. Dabei erweisen sich die auf dem Globus eingeleiteten Säuberungs- und Erhaltungs-Maßnahmen nicht nur als riesiges Konjunkturprogramm, sondern auch als eine vielversprechende Investmentchance. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

NEW YORK. Allein in den USA wurden von risikobereiten Venture-Capital-Anlegern im Jahr 2007 mehr als 2,2 Mrd. Dollar in Unternehmen investiert, die sich mit der Entwicklung neuer Technologien und Dienstleistungen zum Erhalt und zur Verbesserung der Umwelt und des Klimas beschäftigen - von Fachleuten auch "Cleantech" genannt. Gegenüber dem Jahr 2006 entspricht dies nach Berechnungen von der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers LLP (PwC) einer Steigerung um immerhin 45 Prozent. Im ersten Quartal dieses Jahres lagen die Investitionen in den Megatrend Cleantech dann bei fast 575 Mio. Dollar und damit noch einmal um rund 18 Prozent über dem Volumen des gleichen Vorjahreszeitraums.


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Zum Vergleich: Die gesamten Venture-Capital-Investments in den USA schrumpften in den ersten drei Monaten 2008 um 7 Prozent auf 6,5 Mrd. Dollar. "Es gibt sehr viel Enthusiasmus in der Cleantech-Branche", sagt PwC-Experte Tim Carey. Fachleute sehen Cleantech als "schlafenden Riesen", der mit seinen Produkten und Dienstleistungen eine breite Ausdehnung in mehr oder minder alle Bereiche der Wirtschaft erfährt - und das rund um den Globus. Die Schätzungen über das globale Investitionsvolumen dieses Marktes schwanken zwischen 60 und 80 Mrd. Euro.

Deutschland gilt dabei als Marktführer - die USA und Japan folgen. Die Spitzenstellung Deutschlands ist vor allem der bereits frühzeitig von den Politikern der Grünen getragenen Umweltbewegung zuzuschreiben. Hier wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die hiesige Wirtschaft in den kommenden Jahren bei der Suche nach ökologischen Lösungen weltweit weiterhin der große Ideengeber sein dürfte.

Auch in den Schwellenländern hat die Cleantech-Idee Einzug gehalten. "Der Cleantech-Markt findet immer stärker auf weltweiter Basis statt", sagt Nicholas Parker, Mitgründer und Vorsitzender des Marktforschers Cleantech Group. Obwohl dieser über viele Jahre hinweg im Verborgenen blühende Markt bereits einen gewissen Reifegrad erreicht hat, glaubt PwC-Mann Jim Carey daran, dass der stark ausgeprägte Aufwärtstrend anhalten wird. Hierfür spreche das weltweit zunehmende Umweltbewusstsein der Menschheit.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ein Produkt für die ganze Palette

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