So ist derzeit gerade auch in den USA eine Wende in der Klima- und Umweltpolitik festzustellen. In Fragen des Klima- und Umweltschutzes war die politische Führung in Washington bisher weit hinter dem zurückgeblieben, was von den Fachgremien der Vereinten Nationen als dringend notwendig erachtet und in Europa bereits weitgehend umgesetzt wurde. Jetzt versuchen die US-Wirtschaft und neue politische Kräfte in Washington, Europa seine Vorreiterrolle streitig zu machen.
Rückenwind erhalten die Protagonisten der Idee für Cleantech-Investments dabei durch aktuelle Aussagen der amerikanischen Präsidentschaftskandidaten. "Die Tatsache der globalen Erwärmung erfordert unsere höchste Aufmerksamkeit, speziell in Washington", übt der republikanische Kandidat John McCain in diesen Tagen indirekt Kritik an der Politik des Amtsinhabers George W. Bush. Die USA müssten die Führungsrolle bei der Reduzierung der Treibhausgase übernehmen, steuert McCain in der Umweltpolitik auf eine erstaunliche Wende zu. Auch die demokratischen Kandidaten Clinton und Obama forderten zuletzt, die USA müssten ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 70 Prozent reduzieren.
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Diese Suche nach Lösungen für ökologische Probleme bietet in den kommenden Jahren neue Chancen für Kapitalanleger. Diese können die Cleantech-Phantasie heute durch direkte Investments in Aktien unzähliger Unternehmen der verschiedenen Cleantech-Sektoren wie beispielsweise erneuerbare Energieträger, Energie-Effizienz, Energiespeicherung, Energie-Infrastruktur, Wasser, Luftreinhaltung, Nanotechnologie, Recycling oder Müllentsorgung umsetzen. Zudem haben Emissionsbanken strukturierte Produkte auf Branchenindizes (Bioenergie, Solarenergie, Wasser etc.) kreiert.
Wer die gesamte breite Palette der Cleantech-Branche in einem einzigen Produkt abdecken will, setzt auf den von PowerShares emittierten und an der American Stock Exchange (Amex) gelisteten Exchange Traded Fund (ETF) auf den Cleantech-Index. Dieser Indexfonds bildet die Kursentwicklung von 45 sich mit Umweltschutz-Technologien beschäftigenden Unternehmen ab. Der Index enthält auch die Aktien von ABB und Siemens. Er ist seit seiner Kreation am 31. Dezember 1999 von 500 Punkten in der Spitze um 221 Prozent auf 1606 im Dezember 2007 in die Höhe geschossen. Zum Vergleich: Der S&P 500-Aktienindex ist in diesem Zeitraum lediglich um sieben Prozent gestiegen.

