Dennoch ist der Wettbewerb gnadenlos, weil mit Canon, Eastman Kodak, IBM, Hewlett-Packard, Kodak, Oce und Ricoh mehr als ein halbes Dutzend weiterer Anbieter um ein das Wachstumsfeld kämpfen. Sie alle setzen darauf, dass sich der 400 Milliarden Dollar schwere Offset-Druckmarkt nach und nach digitalisiert und damit ein ganz neues Spielfeld eröffnet. Anders als beim Offsetdruck kann mit der Digitaltechnik jede Vorlage anders bedruckt werden.
Das Zauberwort „Web to Print“ ermöglicht kostengünstig personalisierte Drucke wie Fotoalben, Rechnungen oder gezielt auf den Empfänger abgestimmte Werbung. Das Analyse-Institut Pira prophezeit, dass 30 Prozent aller Printprodukte bis 2015 digital gedruckt werden – eine Zahl, die Begehrlichkeiten weckt. Xerox sieht sich als Vorreiter dieser digitalen Revolution, doch die Wall Street sieht das anders: Sie bewertet den IT-Konzern nicht mal mehr mit dem einfachen Umsatz.
Der Vorstand selbst lässt nichts unversucht: Im Sommer haben Konzernchefin Mulcahy, Präsidentin Burns und Finanzchef Lawrence Zimmerman insgesamt 430 000 Aktien gekauft, ohne dass der Kurs danach angesprungen wäre. Vor wenigen Wochen stellte Mulcahy die erste Dividendenzahlung für Xerox-Aktionäre seit 2001 in Aussicht – ebenfalls ohne Erfolg an der Börse. Vermutlich müssen sie bei Xerox doch noch das Drucken von Vertrauen erfinden.
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