0 Bewertungen
04.12.2007 

Mit Blick auf die Chancen am Aktienmarkt setzen die Experten aber eher auf Europa, vor allem aufgrund der erwarteten Gewinnentwicklung der Unternehmen. Die Citigroup geht davon aus, dass die Firmengewinne trotz eines moderaten Konjunkturabschwungs in der Euro-Zone auch 2008 um zehn bis 15 Prozent steigen werden. Für den europäischen Leitindex Euro-Stoxx-50 sehen sie daher auf Jahressicht Kurspotenzial bis auf 5 000 Punkte – aktuell steht der Index bei gut 4 300 Punkten. Der Deutsche Aktienindex (Dax) könnte nach Meinung der Citi in Richtung 9 000 Punkte klettern.


» Die Handelsblatt-Anleger Akademie:
Wie Sie Ihr Geld vermehren können – eine Anleitung.


Allerdings teilen nicht alle Experten diesen Optimismus. Martin Gilles, leitender Aktienstratege der WestLB, erwartet im nächsten Jahr deutlich mehr „Gegenwind für die Profitabilität“ der Unternehmen. Seine Gewinnschätzungen – sechs Prozent Plus für deutsche Unternehmen und fünf Prozent Zuwachs für die Konzerne im Euro-Stoxx-50 – weicht daher deutlich von der Konsensmeinung ab: „Die Zeiten rapiden Produktivitätsfortschritts und leichter Restrukturierungsgewinne sind vorbei“, begründet Gilles seine Einschätzung. Hinzu kämen steigende Lohnkosten, anhaltender Druck auf die Margen durch teure Rohstoffkosten und den starken Euro sowie die nachlassende Wachstumsdynamik. „Unter dem Strich wird 2008 ein Jahr der Herausforderungen für Unternehmen und Investoren, vor allem im ersten Halbjahr droht ein Stresstest“, sagt der WestLB-Stratege. Seine Kursziele für Ende 2008 sind entsprechend bescheiden: Den Dax sieht Gilles bei 8 000, den Euro-Stoxx bei 4 400 Punkten.

Doch egal, wie es im nächsten Jahr auch kommen wird: Übertrieben große Aufregung wegen des derzeit unsicheren Umfelds herrscht bei kaum einem bekannten Vermögensverwalter: „Wir machen im Moment nichts außer unsere normale Arbeit“, sagt Allianz-Profi Utermann.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Teure Zeche  Artikel in Merkliste

07.10.2008 von Carsten Herz

400 Euro ist keine Volkswagen-Aktie wert. Porsche kann das egal sein. Die irrationale Kursrally macht den Konzern noch reicher. In der Haut der Investoren, die gegen den Autobauer gewettet haben, möchte man dagegen nicht stecken. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Nur eine Korrektur  Artikel in Merkliste

06.10.2008

Der Ölpreis fällt und fällt. Und noch scheint kein Ende absehbar. Doch um mehr als eine Korrektur der vorausgegangenen Preis-Übertreibungen handelt es sich beim Rückfall des Preises auf unter 90 Dollar je Barrel nicht. Öl wird langfristig wieder teurer. Kommentar

Handelsblatt Börsenradio 07.10.2008 (Abendausgabe) 

07.10.2008Börsenradio

Nach Berg- und Talfahrt: DAX schließt im Minus - Bankenpapiere weiter unter Druck - HRE-Chef Georg Funke nimmt seinen Hut - VW mit historischem Kurssprung - BMW produziert weniger Autos Anhören


Anzeige