11 Milliarden Euro für Beteiligungen
Permira legt Mega-Fonds auf

Die Private-Equity-Gesellschaft Permira hat innerhalb von nur drei Monaten bei institutionellen Investoren rund elf Mrd. Euro eingesammelt und damit den bisher größten europäischen Beteiligungsfonds auf die Beine gestellt.

FRANKFURT. Über die Hälfte der Gelder stamme von Investoren aus Europa, deutsche Investoren steuerten allerdings nur knapp vier Prozent bei, sagte Thomas Krenz, Managing Partner und Deutschland-Chef von Permira, gestern in einer Telefonkonferenz.

Permira rangiert mit dem neuen Fonds weltweit an vierter Stelle. Blackstone, Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und die Texas Pacific Group (TPG) werden mit ihren globalen Fonds jeweils in der Größenordnung von etwa 15 Mrd. Dollar ankommen. Trotz der stark steigenden Fondsgrößen sieht Krenz noch nicht, dass die Branche an die Decke stößt. „Wir hätten auch fast das Doppelte einsammeln können, so hoch war die Nachfrage.“ Solange die Renditeerwartungen der Geldgeber erfüllt würden, gebe es auch keinen Grund für eine Trendumkehr. Nach Branchenschätzungen fordern die Investoren eine Rendite, die mindestens fünf Prozentpunkte über den Erträgen an den Aktienbörsen liegt. Die Spitzenfonds erzielen Renditen von mindestens 20 bis 30 Prozent.

Private-Equity-Häuser kaufen mit dem Eigenkapital, das sie von Geldgebern erhalten, Unternehmen oder Konzernteile, die sie innerhalb von vier bis sechs Jahren restrukturieren. Anschließend verkaufen sie die Beteiligungen oder bringen sie an die Börse.

Mit dem neuen Permira-Fonds rücken völlig neue Unternehmensgrößen ins Visier des Finanzinvestors. „Im heutigen Marktumfeld sehe ich für Transaktionen, die wir zusammen mit Co-Investoren durchführen, die Obergrenze bei etwa 20 Mrd. Euro“, sagte Krenz. Mangel an lohnenden Übernahmeobjekten sieht er nicht. „Wir konzentrieren uns auf die Telekommunikation, Chemie, Medien, Konsumgüter und klassische Industriefirmen.“

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