129 Japan-Fonds im Vergleich
Fondsprofis sehen Kurspotenzial in Japan

Ob Anleger mit ihren Japan-Fonds im Depot zufrieden sein können, hängt derzeit in großem Maße davon ab, ob sie sich für einen währungsgesicherten Fonds oder ein Produkt ohne dieses Sicherheitsnetz entschieden haben.

HAMBURG. Angesichts der hohen Abwertung der japanischen Währung – allein seit Jahresbeginn verlor der Yen gegenüber dem Euro mehr als sieben Prozent – erwiesen sich die währungsgesicherten Produkte in den vergangenen zwölf Monaten als die bessere Wahl, wie die jüngste Zwölf-Monats-Auswertung von Feri Rating & Research unter 129 Japan-Fonds belegt. So schnitten beispielsweise die nicht währungsgesicherten Tranchen des Parvest Japan und des Vitruvius Japanese Equities um mehr als zehn Prozentpunkte schlechter ab als ihre abgesicherten Pendants, die mit einem Wertzuwachs von jeweils gut 19 Prozent derzeit die beiden Spitzenplätze ihrer Vergleichsgruppe belegen.

Pierre Debraine führt den Vorsprung seines Parvest-Fonds unter anderem auf das Engagement in exportorientierten Titeln wie Suzuki, Honda oder dem Stahlunternehmen JFE Holdings zurück. „Auch unsere Investments in Unternehmen mit Fokus auf dem Heimatmarkt wie die Immobiliengesellschaft Sumitomo Realty haben sich positiv auf den Fonds ausgewirkt“, ergänzt Debraine, der die jüngste Schwäche des Yen für nahezu überwunden hält. „Wir gehen davon aus, dass die Währung ihren Tiefpunkt mittlerweile erreicht hat“, so der Fondsmanager.

Mit einer raschen Trendumkehr rechnet er jedoch nicht. „Die Bank of Japan wird sich vorerst zurückhalten, da eine zu schnelle Aufwertung die Märkte verunsichert“, begründet Debraine seine Einschätzung. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage in Japan gibt er sich ebenfalls vorsichtig optimistisch: „Die Wirtschaft wird unter anderem angesichts des niedrigen Zinsumfelds weiter moderat wachsen“, so der Fondsmanager. Allerdings könne eine zurückgehende Nachfrage aus den USA und China die Lage vorübergehend verschlechtern.

Positiver schätzt Hiromitsu Kamata die Aussichten ein. „Nach den Turbulenzen des ersten Halbjahrs 2006 halten sich die Investoren nach wie vor zurück“, so der Manager des Equities Japan Target der Société Générale Asset Management (SGAM). Kamata geht davon aus, dass die kommende Berichtssaison gut genug ausfällt, um das Vertrauen der Investoren in japanische Aktien zurückzugewinnen.

Damit sieht er gute Chancen, seinen ans Tabellenende abgesackten Fonds wieder auf Kurs zu bringen. „Die jüngste Skepsis der Investoren führte dazu, dass die Nachfrage sich ausschließlich auf die namhaften Titel konzentrierte“, erläutert Kamata, der in erster Linie auf günstig bewertete, aber weniger bekannte Aktien setzt. Zudem habe der schwache Yen den nicht währungsgesicherten Fonds belastet.

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