„3 Banken“ setzt auf den Euro
Dänische Staatspapiere bringen Extra-Rendite

Unter den Rentenfonds, die in europäische Währungen investieren, ist der KBC Bonds Euro Candidates schon seit Monaten an der Spitze: auch in der aktuellen Zwölf-Monats-Analyse von Feri Rating & Research hat er unter 70 Europa-Rentenfonds mit einem Wertzuwachs von 5,61 Prozent Platz eins verteidigt.

HAMBURG. UÄhnlich erfolgreich war Fondsmanager Steven Gardyn im gleichen Zeitraum mit einem zweiten, weit weniger bekannten Fonds, der mit einer Historie von 22 Jahren aber deutlich älteren KBC Renta Decarenta. Er belegt mit einem Plus von 3,94 Prozent derzeit den vierten Rang dieser Vergleichsgruppe.

Dabei verfolgt Gardyn mit seinen beiden Fonds unterschiedliche Strategien: Mit dem KBC Bonds Euro Candidates strebt er vorwiegend über Wetten auf unterschiedliche europäische Währungen eine Zusatzrendite an, beim Decarenta wählt er dagegen eine aktive Laufzeitensteuerung, um einen Mehrwert zu erzielen. Auf der Währungsseite investiert der Manager der belgischen KBC-Bank mit diesem Fonds ausschließlich in Staatsanleihen, die auf dänische Kronen lauten. "Mit diesem engen Anlageuniversum zeigt sich Gardyn derzeit durchaus zufrieden: Auf diese Papiere weichen Investoren in Zeiten nervöser Märkte gern aus, weil sie weder Währungs- noch Bonitätsrisiken bergen und dennoch einen Zinsvorteil bieten", sagt Gardyn.

Gerhard Erler hält diese Anleihen dagegen momentan nicht für attraktiv: "Wir sehen für andere europäische Währungen attraktivere Chancen und sind derzeit überhaupt nicht in dänischen Kronen investiert", so der Manager des auf Rang zwei liegenden Fonds 3 Banken Europa Bond Mix. Er setzt schwerpunktmäßig auf den Euro, dessen Anteil aktuell bei 91 Prozent liegt: "Die neutrale Gewichtung der Währung liegt bei 85 Prozent, seit rund einem Jahr fahren wir angesichts des unsicheren Marktumfelds jedoch eine defensive Strategie und gewichten die europäische Leitwährung deutlich höher", begründet Erler den sehr hohen Euro-Anteil. Die verbleibenden neun Prozent hat er auf Fremdwährungsanleihen aus Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei verteilt, an dieser Ausrichtung will er vorerst auch nichts ändern.

Auch hinsichtlich der Ausfallrisiken der Anleihen hat sich der 3 Banken Generali-Manager defensiv ausgerichtet: 95 Prozent des Portfolios bestehen derzeit aus europäischen Staatsanleihen höchster Bonität. Bei den Laufzeiten umgeht er hohe Zinsrisiken: "Wir fühlen uns derzeit vor allem mit kurzen bis mittleren Laufzeiten und einer durchschnittlichen Kapitalbindungsdauer von 5,2 Jahren wohl." Seinen vorsichtigen Kurs will Erler bis auf weiteres beibehalten.

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