ABS-Fonds
Union Investment dementiert Fonds-Pleite

Die Fondsgesellschaft Union Investment sieht keine Gefahr einer Zwangsliquidation des im Sommer geschlossenen Fonds „ABS Invest“. „Wir planen keinen Zwangsverkauf. Es gibt für uns keine Hinweise auf einen drohenden Rechtsstreit“, sagte ein Union-Sprecher. „Nach wie vor deckt die Masse der Anleger unsere Entscheidung.“

HB FRANKFURT. Das „Manager Magazin“ berichtete am Mittwoch vorab, dass einige italienische Investoren die Rückzahlung ihrer Anteile verlangen und mit Hilfe eines Anwalts gegen die Schließung des Fonds vorgehen wollten. Dem ABS Invest drohe deshalb die Liquidierung. „Angesichts der aktuellen Lage an den Kapitalmärkten dürfte ein Zwangsverkauf des Fondsvermögens Kursverluste von bis zu 60 Prozent verursachen, der Fonds könnte somit rund 600 Mill. Euro verlieren“, heißt es in dem Magazinbericht.

Der Fonds, dessen Schwerpunkt auf forderungsbesicherten Wertpapieren (Asset Backed Securities) liegt, war 2001 in Luxemburg aufgelegt worden und unterliegt der dortigen Aufsicht. Rund die Hälfte seines Volumens entfalle auf Genossenschaftsbanken. Insgesamt seien rund 200 institutionelle Anleger investiert.

Anfang August 2007 hatte der Vermögensverwalter den Fonds wegen der Liquiditätskrise am Markt für Kreditverbriefungen geschlossen. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt in US-Papieren. Nach Angaben von Union Investment wurde der ABS Invest zuletzt Ende Juli 2007 mit einem Wert von 950 Mill. Euro berechnet. Zum Ende des Geschäftsjahres (per 30. September 2007) sei die mögliche Wertberichtigung - der Liquiditätsabschlag - auf etwa fünf Prozent geschätzt worden. „Damit lassen sich natürlich keine Rückschlüsse auf den Fondspreis zum Zeitpunkt einer erneuten Fondsöffnung ziehen“, sagte der Sprecher.

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