Fonds + ETF
Absicherung des Dollars bringt Erfolg

Bei global anlegenden Rentenfonds ist die Aufteilung der Gelder auf die einzelnen Anleihewährungen zum entscheidenden Erfolgsfaktor geworden.

HB/vwd FRANKFURT/M. Produkte mit hohen Anteilen an Dollar-Papieren machten während des Kurseinbruchs des Greenbacks starke Verluste. Am besten schnitten Produkte ab, die ihre Dollar-Anleihen gegen Währungsverluste abgesichert hatten. Bernd Früh von der Baden-Württembergischen Asset Consult löste die Währungssicherung beim US-Dollar im BW-Renta-International-Universal-Fonds zuletzt teilweise auf. „Wir denken darüber nach, die Untergewichtung bei Fremdwährung bei einer weiteren Eurostärke abzubauen beziehungsweise unsere Übergewichtung im Euro-Raum zu reduzieren“, betont der Fondsberater. In den vergangenen zwölf Monaten verbuchte der Fonds ein Plus von 13,87 % per Ende Mai und belegte damit Platz zwei unter 185 internationalen Rentenfonds. Zusätzlich habe der Fonds von der Untergewichtung von US-Rententiteln profitiert, betont Früh.

Vorläufig festhalten will dagegen das Management-Team des Mediolanum Challenge International Bond an der vollständigen Absicherung der US-Dollar-Positionen. Der Fonds der italienischen Mediolanum International, einer Tochter der Banca Mediolanum, zählt mit einer Performance von 11,03 % ebenfalls zu den zehn besten globalen Rentenfonds.

Neben der Währungssicherung in den Fonds sind sich die Manager beider Produkte auch hinsichtlich der Skepsis einig, was die weitere wirtschaftliche Entwicklung dies- und jenseits des Atlantiks anbelangt. „Wir waren und sind im Euro-Raum überwiegend in mittleren und längeren Laufzeiten engagiert“, betont Früh. Der Grund: Die Zinsdifferenz zwischen kurzen und langen Anleihen ist seiner Ansicht nach zu hoch. Zu hoch angesichts der konjunkturellen Situation sei auch der Realzins. „Wir erwarten trotz expansiver Geldpolitik und der Maßnahmen der Fiskalpolitik keine stark steigenden Zinsen am langen Ende im Euro-Raum“, sagt Früh. Diesem Szenario zufolge wäre das Anstiegspotenzial der Langfristzinsen und somit das Risiko von Kursverlusten am langen Ende begrenzt. Im Dollarblock investiert Früh vor allem in mittlere Laufzeiten.

Die Manager des italienischen Vermögensverwalters sehen dagegen weiter ein günstiges US-Zinsumfeld: Auch wenn die expansive Fiskalpolitik und die weiterhin expansive Geldpolitik der US-Notenbank die Konjunktur stützen würden, seien die Impulse für ein Wachstum des Privatkonsums und des privaten Immobilienmarkts nicht ausreichend. „Deshalb halten wir eine weitere Schwächephase der US-Wirtschaft im ersten Halbjahr 2004 für möglich“, so die Mediolanum-Manager, die folglich mit einem freundlichen Rentenmarkt rechnen. Von einer weiteren deflationären Entwicklung gehen die Manager in Japan aus, die sie auf das schwache Wachstum der Weltwirtschaft und auf den mangelnden Reformwillen der Regierung in Tokio zurückführen. Deshalb investierten sie in sehr lang laufende japanische Titel mit Restlaufzeit von 20 und 30 Jahren. Der Fonds investiere dagegen nicht in den europäischen Wirtschaftsraum.

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