Absolute Return Fonds
Solide Renditen, wenig Risiko

Milliarden fließen in Mischfonds. Doch, wenn die Zinsen steigen, geraten viele unter Druck. Absolute-Return-Fonds bieten mehr Sicherheit und konstante Renditen. Aber Privatanleger lassen die besten Produkte links liegen.
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Er heißt Ben Bernanke und er verschaffte den Märkten 2013 einen Probelauf: So gab der amerikanische Notenbankchef Anfang Mai den Startschuss, als er dem US-Kongress seinen Halbjahresbericht vorlegte. Darin stand die Aussage, die Fed werde ihr Konjunkturprogramm reduzieren, sobald der US-Arbeitsmarkt eine „nachhaltige Besserung“ zeige.

Als er diese Nachricht Mitte Juni wiederholte, brachen nochmals die Kurse ein. Doch dann kam Mitte September überraschend der Schlusspfiff. Der Notenbankchef machte einen Rückzieher. Jetzt wird das Ende der lockeren Geldpolitik in den USA frühestens 2014 erwartet - und die Märkte steigen wieder.

„Einen Testlauf für den Crash gibt es an den Märkten normalerweise nicht“, sagt der Kölner Vermögensverwalter und Dachfondsmanager Eckhard Sauren. Anleger sollten diese Chance nutzen und in Ruhe analysieren, was passiert, wenn eines Tages die Zinsen tatsächlich steigen werden und die lockere Geldpolitik ihr Ende findet. Welches Investment bietet dann noch Sicherheit? Und mit welchem Investment lässt sich bis dahin trotz des Zinstiefs genügend Performance erzielen, um den Anstieg der Inflationsrate auszugleichen?

Wenn eine Zinserhöhung droht, verlieren alle Anlageklassen

Die Analyse zeigt: Nach dieser Ankündigung brachen zwischen Anfang Mai und Ende Juni die Kurse ein. Anleger konnten sich nirgendwo verstecken. Nicht nur die Rendite amerikanischer Bonds gab um 3,8 Prozent nach. Auch der Index für deutsche Staatsanleihen Rex fiel in dieser Zeit um 2,1 Prozent. Schwellenländeranleihen büßten auf Euro-Basis sogar 10,9 Prozent ein. „Bond-Anleger werden derzeit gekreuzigt“, kommentierte Vincent Strauss, Fondsmanager bei der Vermögensverwaltung Comgest in einem Interview mit der Fondsratingagentur Morningstar. Aber auch die Aktienkurse drehten weltweit ins Minus und selbst der Goldpreis fiel.

„Das war bei früheren Krisen ganz anders“, erläutert Sauren. So seien etwa in den kritischen Börsenphasen anno 2008 und 2011 die Aktienkurse stark gefallen. Doch die Preise für Anleihen und Gold blieben stabil und stiegen phasenweise sogar an. „Von Mai bis Juni 2013 hat diese klassische Korrelation nicht funktioniert. Denn Anleger schichteten nicht in Bonds um, deren Kurse in Erwartung höherer Kupons für neu aufgelegte Bonds fielen. „Künftig kann das Risiko nicht allein durch die richtige Mischung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen verteilt werden,“ folgert Sauren. Denn Aktien und Anleihen verlieren gleichzeitig an Wert.

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