Activest vorn: Dollar-Stärke begünstigt Absolute-Return-Fonds

Activest vorn
Dollar-Stärke begünstigt Absolute-Return-Fonds

Wenn ein auf absolute Erträge ausgerichteter Rentenfonds in zwölf Monaten fast 17 Prozent zulegt, müssen Fremdwährungen im Spiel sein. "Sämtliche Investitionen des CS Bond Fund Target Return USD sind an den US-Dollar gekoppelt", bestätigt Thomas Albert, Produktmanager bei Credit Suisse Asset Management.

HAMBURG. So lukrativ die Rendite erscheint, für sicherheitsorientierte deutsche Anleger eignet sich der aktuelle Spitzenreiter der Fondskategorie "Absolute Return Multi Strategy ohne Verlusttoleranz" kaum. Verliert nämlich der 2005 kräftig gestiegene Dollar künftig gegenüber dem Euro an Wert, sind durchaus zweistellige Verluste möglich - ähnliches gilt für den zweitplatzierten UBS Absolute Return Bond USD. Deshalb vermarkten die beiden Schweizer Großbanken in Deutschland lediglich die nach einem identischen Konzept gemanagten Euro-Varianten ihrer Fonds, die allerdings in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Zuwachs von weniger als drei Prozent enttäuschten.

Deutlich mehr, nämlich fast sieben Prozent, gab es für Käufer des Activest Total Return. Dessen Manager Gerd Rendenbach investiert ähnlich wie die Schweizer Konkurrenz überwiegend in Euro-Renten, zeigt sich aber offen für andere Anlageklassen und Währungen. So lieferten 2005 auf US-, australischem und Kanada-Dollar lautende Papiere und vereinzelt auch Aktien die größten Performance-Beiträge.

Um sein vorrangiges Ziel, möglichst in jedem Kalenderjahr einen positiven Ertrag zu erzielen, nicht zu gefährden, setzt Rendenbach allerdings alle ihm zur Verfügung stehenden Instrumente nur sehr dosiert ein. Darüber hinaus nutzt er moderne Absicherungsinstrumente, um von steigenden Zinsen oder fallenden Aktienkursen profitieren zu können. "Für die deutsche Börse sind wir zum Beispiel in den kommenden Wochen eher negativ gestimmt", sagt der Activest-Manager, der sich auch auf der Rentenseite auf schwierigere Zeiten vorbereitet: "Die EZB könnte die Zinsen stärker anheben, als viele Marktteilnehmer derzeit vermuten", so seine Erwartung. Weiter gute Chancen böten dagegen Osteuropa-Anlagen und ganz allgemein Schwellenländerwährungen.

Auch Thomas Lorzinski sieht gute Gründe, warum Anleger nicht zu optimistisch ins neue Jahr gehen sollten. "Der Dax hat von seinem Tief in weniger als drei Jahren 140 Prozent zugelegt. Das schreit förmlich nach einer Korrektur, zumal es eine Reihe von Risikofaktoren gibt", sagt der Geschäftsführer der Bremer Vermögensverwaltungsgesellschaft Nordtreuhand. Neben steigenden Zinsen nennt Lorzinski den hohen Ölpreis und die zunehmenden wirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb der EU als potenzielle Störfaktoren. Als Baustein einer Absolute-Return-Strategie hält er den Activest Total Return angesichts der bisher gezeigten Leistungen als einen der wenigen Fonds seiner Kategorie für "gut geeignet".

Autor: Egon Wachtendorf, Der Fonds

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