Aktien bevorzugt
Hedge-Fonds suchen wieder das Risiko

Hedge-Fonds haben zwar ihren Mythos eingebüßt, sie erholen sich inzwischen jedoch vom kräftigen Imageverlust der Jahre 2008 und 2009. Und auch die Risikolust der Manager kehrt zurück.
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FRANKFURT. Der einstige Glanz ist verblasst. Die meisten Hedge-Fonds haben während der Krise keine absoluten Erträge erzielt. Ebenso wenig konnte die Branche gegenüber den Investoren die Zusage einhalten, gerade in turbulenten Börsenzeiten eine von Aktien und Anleihen unkorrelierte - also losgelöste - Wertentwicklung zu erzielen.

Krise sorgt für Marktbereinigung

Ken Heinz, Präsident des amerikanischen Research-Unternehmens Hedge Fund Research (HFR), sieht jedoch Anzeichen für eine "stille Renaissance" der Hedge-Fonds-Branche. Sie beschäftigt nach Berechnungen der Branchenvereinigung AIMA weltweit rund 300 000 in der Regel hochqualifizierte Mitarbeiter. Nach aktuellen HFR-Zahlen ist weltweit die Zahl der Hedge-Fonds von 10 100 im Jahr 2007 auf zuletzt nur noch 9 100 gefallen.

Das Hedge-Fonds-Sterben ist vor allem darauf zurückzuführen, dass diese Anlage-Pools nur dann Geld verdienen, wenn sie positive Resultate erzielen. Weil das allerdings viele Monate lang nicht der Fall war, sahen sich vor allem kleinere Hedge-Fonds-Gesellschaften gezwungen, ihr Geschäft aufzugeben oder sich unter die Fittiche der Branchen-Größen wie des Marktführers Man Group plc zu begeben.

Die Branche scheint die Talsohle durchschritten zu haben: Hedge-Fonds verwalten inzwischen weltweit wieder ein Vermögen von rund 1,77 Billionen US-Dollar. "Während der Boom-Zeiten des Jahres 2007 wies die Branche ein verwaltetes Vermögen von 1,87 Billionen Dollar auf, in der Krise ging es 2008 dann jedoch abwärts bis auf 1,41 Billionen Dollar", sagt HFR-Chef Heinz.

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