Aktienfonds
Rohstoffboom beflügelt die Schwellenländer

Der Markt für Rohstoffe bommt, China und Indien sorgen weiter für eine ungebremste Nachfrage. Bisher kaum beachtete Regionen wie Afrika oder Zentralamerika profitieren durch den Wettbewerb um Öl, Gas und Metalle.

FRANKFURT. Ein Ende der Rohstoffhausse ist nicht in Sicht. Denn die Industrialisierung von China und Indien erhöhe die Nachfrage, sagt Evy Hambro, Rohstoffexperte aus dem Hause Blackrock. Nach einem kurzen Rückschlag steigen die Preise nun wieder Richtung Rekordhoch und treiben die Börsen vieler rohstoffreicher Schwellenländer weiter nach oben. Davon profitieren auch die darauf spezialisierten Aktienfonds.

Als Investmentbanker vor rund 20 Jahren erstmals von den Emerging Markets sprachen, waren zunächst die Tigerstaaten wie Taiwan, Singapur und Südkorea gemeint. Neben den "alten Tigern" nehmen heute vor allem Unternehmen aus rohstoffreichen Nationen wie Brasilien, Russland und Südafrika eine dominierende Position in der Index-Rangliste der Schwellenländer ein.

Emerging Markets holen in einem Tempo auf, das die Wachstumsraten in entwickelten Märkten bei weitem übersteigt. In den vergangenen 20 Jahren versechsfachte sich der MSCI-Emerging- Markets-Index und überrundete etwa den S&P 500 Index, der die größten US-Unternehmen zusammenfasst, um ein Vielfaches. Einen Höhenflug erlebte der Index insbesondere in den vergangenen fünf Jahren - er legte um knapp 250 Prozent zu. Mit ausschlaggebend dafür ist die anhaltende Hausse im Rohstoffmarkt. So kletterten der Ölpreis in fünf Jahren um knapp 450 Prozent - allein in den vergangenen zwölf Monate verdoppelte sich der Preis auf aktuell rund 125 US-Dollar. Dies kommt vor allem den Entwicklungsländern zugute, denn sie verfügen über den Großteil der weltweiten Mineralöl-, Gas- und Edelmetallvorkommen.

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