Aktienschwäche führt zu Abflüssen
Fondsanleger reagieren verunsichert

Wegen der Verluste an den Börsen in den vergangenen zwei Monaten schrecken europäische Anleger derzeit vor Aktien-Investments zurück. Das sagten Fondsmanager auf einer Branchenveranstaltung in Monaco. Der Dow Jones Stoxx 50, der Index für die wichtigsten Unternehmen des EuroRaums, hat seit einem Höhepunkt am 9. Mai deutlich verloren.

MONTE CARLO. „Die Kunden sind ganz offensichtlich sehr nervös“, sagte Martin Theisinger von Schroders, der das Fondsgeschäft des Unternehmens in Deutschland leitet. „Dass lässt sich aus den Mittelzuflüssen ablesen.“ Britische Investoren zahlten nach Angaben der Londoner Investment Management Association unter dem Strich elf Millionen Pfund (16 Mill. Euro) in Aktienfonds ein, gegenüber 1,3 Mrd. Pfund im Vormonat. Deutsche Kunden zogen im Mai per Saldo sogar 1,9 Mrd Euro aus Aktienfonds ab. Dies ist der größte Abfluss in diesem Monat seit mindestens vier Jahren, erklärte der Fondsverband BVI in Frankfurt.

In Europa verkaufte Aktienfonds gaben im zweiten Quartal durchschnittlich 5,4 Prozent ab, zeigen Bloomberg-Daten. Dies ist der erste Quartalsverlust seit fast zwei Jahren und das erste Minus seit dem dritten Quartal 2004.

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