Alken European Equities
Europa-Fonds profitieren von guter Titelauswahl

Den meisten deutschen Anlegern dürfte der Alken European Equities völlig unbekannt sein. Für Eingeweihte dagegen kommt der Erfolg des erst im Januar 2006 gestarteten Fonds, der im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 332 auf Europa ausgerichteten Aktienfonds den achten Platz belegt, nicht überraschend.

HAMBURG. "Alken-Gründer Nicolas Walewski gehört auf seinem Gebiet seit langem zu den Besten", sagt etwa Eckhard Sauren. Der Kölner Dachfondsmanager und Fondsanalyst beobachtet Walewski, dessen Karriere 1993 bei Credit Lyonnais in Paris begann, bereits seit einigen Jahren. Zwischen 1999 und 2005 betreute er den Oyster European Opportunities der Schweizer Banque Syz und brachte während dieser Zeit das Kunststück fertig, seinen Vergleichsindex Stoxx 600 in jedem Kalenderjahr zu schlagen. Anschließend machte er sich in London mit seiner eigenen Investmentgesellschaft selbstständig.

Der Erfolg des Alken European Opportunities beruht auf demselben Konzept, das auch den Oyster European Opportunities auszeichnete. Walewski setzt auf eine Mischung aus seiner Meinung nach zu Unrecht unterbewerteten Aktien, wobei die Größe des jeweiligen Unternehmens ebenso wenig eine Rolle spielt wie die Zugehörigkeit zu einem Index. Aktuell hält er rund die Hälfte seines Portfolios in Nebenwerten wie Klöckner & Co oder Epcos.

"Außer auf dem sehr guten Stockpicking und der pragmatischen Anlagephilosophie basiert die gute Platzierung auch auf der erfolgreichen Beimischung der kleineren Titel", sagt Sauren. Dies, so seine Prognose, dürfte angesichts des sehr schnell auf 1,3 Mrd. Euro angeschwollenen Volumens zunehmend schwieriger werden. Gleichwohl hält Sauren am Alken European Opportunities, den Privatanleger ab 5 000 Euro (Ausgabeaufschlag und Rücknahmegebühr jeweils drei Prozent) kaufen können, bis auf weiteres fest.

Keine Volumenprobleme gibt es bei den beiden Spitzenreitern der Kategorie, den nach einem identischen Ansatz gemanagten Invesco Pan European Structured Equity und Invesco Europa Core Aktienfonds. Deren Management-Trio Michael Fraikin, Thorsten Paarmann und Manuela von Ditfurth vertraut bei der Aktienauswahl auf ein quantitatives System, das aus rund 1 100 europäischen Aktien 55 bis 70 Titel herausfiltert. Dabei stehen vier Kriterien im Vordergrund: die Bewertung, die relative Stärke der Aktie, das Management der Unternehmen sowie die Frage, ob und in welchem Umfang es zu Gewinnrevisionen kommt. Aktuell stehen dabei vor allem skandinavische Titel wie Swedish Match oder Tandberg im Vordergrund, die mehr als 20 Prozent des Fondsvermögens ausmachen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%