Alternative Anlagen
Welche Fonds der Krise stand halten

Anlageprodukte mit alternativen Ansätzen haben sich trotz der Krise und abstürzender Aktienmärkte in der Krise relativ gut gehalten. Einige Fonds schafften sogar Gewinne.
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FrankfurtDie Schuldenkrise spitzt sich zu – und auch die Aktienmärkte stürzen weiter. Gemessen daran haben sich die Fonds für alternative Anlagestrategien gut gehalten. „Viele Manager wollen in Krisen Absicherung nach unten, die Masse hat das geschafft“, sagt Michael Busack, Geschäftsführer der Analysefirma Absolut Research.

Busack untersuchte 674 Investmentfonds mit alternativen Anlageansätzen. Die Produkte vereinigen 113 Milliarden Euro auf sich und sind rein rechtlich Investmentfonds. Anlageziel der untersuchten Depots ist es, unabhängig von der jeweiligen Marktlage – also auch in fallenden Märkten – einen positiven Ertrag zu erzielen und die Verluste zu begrenzen. Deshalb werden die Produkte im Branchenjargon oft unter dem Etikett „Absolute Return“ verkauft.

Dabei verfolgen die Fonds sehr heterogene Anlagestrategien: Die einen setzen auf Terminkontrakte für viele Vermögensformen, andere können auch auf fallende Kurse etwa von Aktien wetten, wieder andere wollen von Wertschwankungen an den Märkten profitieren.

So unterschiedlich wie die Ansätze sind die Ergebnisse: Sie reichen für den kurzen Zeitraum von Juli bis Ende August von plus 17 Prozent bis zu einem Minus von 35 Prozent. Insgesamt 172 Produkte lieferten in der Krisenperiode ein positives Ergebnis ab. Nur bei 50 Fonds ist der Verlust größer als zehn Prozent. Der Dax dagegen als Aktien-Messlatte kommt auf einen Verlust von 18,2 Prozent, der Welt-Aktienindex auf ein Minus von 7,4 Prozent.

Viele der erfolgreichen Produkte haben in der Krise die entscheidenden Weichen richtig gestellt. Das gilt beispielsweise für den Spitzenreiter „AC Spectrum Fund“ der knapp drei Milliarden Euro verwaltenden Gesellschaft Aquila Capital. Der Fonds arbeitet mit Terminkontrakten und hatte sich auf Kurssteigerungen bei Anleihen, auf Preisgewinne bei Gold und auf eine Talfahrt bei Aktien eingestellt. Alle drei Entscheidungen erwiesen sich bis heute als richtig. „Grundsätzlich sind wir auch jetzt im September noch so ausgerichtet“, sagt Roman Rosslenbroich, Geschäftsführer von Aquila Capital.

Gut über die Runden kam auch der „Sentix Fonds 1“, der den Härtemonat August mit einem Plus von etwa drei Prozent überstand. Der Fonds von Sentix Asset Management hatte zeitweise auch auf fallende Aktienkurse gesetzt. Jetzt ist er mit dem Großteil des Geldes in erstklassigen Anleihen mit kurzen Restlaufzeiten investiert. „Ein kleinerer Teil des Kapitals steckt in Optionsstrategien, mit denen wir auf eine kurzfristige Aktienerholung setzen, längerfristig aber auf eine weitere Talfahrt“, sagt Patrick Hussy, Geschäftsführer von Sentix Asset Management.

Am schlechtesten kamen in der Krise die alternativen Aktienprodukte weg. Diese Fonds verloren im Juli und August durchschnittlich 5,9 Prozent. Der Grund: Die Aktienmanager setzen nur begrenzt auf fallende Kurse. Mit dem Großteil des Kapitals haben sie den Börsenrückschlag mitgemacht.

Wenn Anleger sich für diese Angebote interessieren, sollten sie die Investmentstrategie genau prüfen. Die Gebühren sind eher höher als bei traditionellen Investmentfonds. Jährliche Gebühren von bis zu zwei Prozent plus Erfolgsgebühren von maximal 20 Prozent jährlich bei positivem Ertrag sind üblich.



Kommentare zu " Alternative Anlagen: Welche Fonds der Krise stand halten"

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  • Guten Tag,.... KEINE. Das wissen Sie so gut wie Ich. Also schreiben Sie nicht sowas. Es gibt Idioten die nehmen es Ernst und verspielen Omas Rente auch noch. Besten Dank

  • die Talfahrt dauert noch ungefähr bis 2016/17 an - oder etwas länger.

  • Es ist immer wieder interessant, wie weit weg die Redaktion von der Realität ist, den Leser richtig einzuschätzen. So glaubt man offensichtlich solch einen Artikel würde irgend jemand ernst nehmen. Es mag ja sein, daß irgendwelche Fonds erfolgreich waren, aber das ist und bleibt immer eine Betrachtung der Vergangenheit und eine Garantie, daß die auch in der Zukunft erfolgreich sein werden gibt es nicht. Und diese fehlende Abgrenzung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist ärgerlich. Kennzeichnen Sie diesen Artikel als Anzeige und schon wären wir näher an der Wahrheit. Ansonsten sollte man sich überlegen, derartige Meldungen eher über Astro-TV unters Volk zu bringen.

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