Alternative Energien
Energiefonds zeigen sich in Top-Form

Er ist nicht nur der größte, sondern auch einer der besten Branchenfonds auf dem deutschen Markt: Der MLIIF World Energy Fund von Merrill Lynch bringt stolze 3,5 Mrd. Dollar auf die Waage und liegt mit einem Plus von 83,57 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten auf Platz zwei von 454 Branchenfonds, die das Analysehaus Feri Rating & Research ausgewertet hat (Tabelle).

HAMBURG. Die Fondsmanager Robin Batchelor und Poppy Buxton setzen derzeit vor allem auf den Ölsektor. Firmen aus dem Bereich alternative Energien machen dagegen gerade einmal 0,4 Prozent ihres Portfolios aus. Zu den Favoriten des Duos zählen Unternehmen, die in der Erschließung von Ölquellen und in der Produktion tätig sind. "Die Firmen profitieren von hohen Gewinnmargen", so Batchelor. Auch Öl- und Gasdienstleister halten die beiden Merrill-Lynch-Manager für sehr attraktiv.

Der Teilsektor profitiert davon, dass die Öl-Produzenten ihre Investitionen langsam wieder aufstocken. Die Raffinerien arbeiten bereits an ihrer Kapazitätsgrenze, da die Ausgaben in den vergangenen 25 Jahren rückläufig waren. Weil zudem kaum noch große neue Ölquellen gefunden werden, dürfte die Nachfrage in den kommenden fünf Jahren steigen. Schließlich erwachen mit dem Wirtschaftsaufschwung in China und Indien zwei Riesen mit einer Gesamtbevölkerung von 2,4 Milliarden Menschen, die gerade vom Fahrrad auf das Auto umsteigen.

Deshalb halten Batchelor und Buxton den Ölmarkt weiter für attraktiv. Auch die Wiederaufnahme des Atomprogramms im Iran spreche trotz höherer Lagerbestände für einen weiter steigenden Ölpreis. Batchelor: "Der Iran ist weltweit der viertgrößte Öllieferant, und die Reservekapazitäten der anderen Förderländer reichen nicht aus, um Unterbrechungen der iranischen Produktion auszugleichen." Vom steigenden Ölpreis dürfte auch der Uni 21. Jahrhundert der Union Investment profitieren. Dessen Manager André Köttner investiert derzeit 20 Prozent seines Portfolios in Energiewerte. Doch auch Köttner meidet Aktien aus dem Bereich der alternativen Energien. "Traditionelle Energiewerte haben immer noch eine moderate Bewertung. Aktien aus dem Segment alternative Energien hingegen sind teilweise sehr gut gelaufen, oftmals überbewertet und daher kaum noch im Fonds vertreten", sagt er.

Der Uni21. Jahrhundert setzt weltweit auf Zukunftsbranchen, die den Beginn des neuen Jahrtausends maßgeblich mitbestimmen werden. Bei Auflegung im September 1999 waren das vor allem die Bereiche Internet und Biotechnologie. Inzwischen ist Köttner breiter aufgestellt: Die Sektoren Informationstechnologie und Gesundheitswesen gewichtet der Union-Manager derzeit ebenfalls mit jeweils 20 Prozent. Damit stellen sie zusammen mit den Energietiteln die größten Branchenpositionen.

Autorin: Astrid Lipsky, Der Fonds

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