"Am wichtigsten ist, was Firmen künftig verdienen"
Substanzwerte-Fonds liegt in Japan vorn

Am japanischen Aktienmarkt zahlen sich Investitionen in Substanzwerte aus. Das zeigt der Erfolg des Metzler Japanese Equity Fund, der Mitte Mai vergangenen Jahres aus dem Metzler German Equities hervorgegangen ist.

HB HAMBURG. Fondsmanager Akihide Kinugawa von der japanischen T&D Group leitet für die Fondsgesellschaft Metzler die Kopie des nur in Japan zugelassenen T&D Axia Strategy Active Value Japanese Equity. "Axia", das griechische Wort für Wert, beschreibt seine Strategie bereits umfassend: Kinugawa setzt, anders als die meisten Japan-Fonds, ausschließlich auf Value-Titel. Seine Messlatte ist zwar der breit angelegte Topix-Index, der Manager muss sein Portfolio aber nicht mit den Indexwerten bestücken.

Am liebsten kauft Kinugawa Papiere von Firmen, von denen der Markt wenig erwartet. "Am wichtigsten ist, was Unternehmen in den kommenden Jahren verdienen können", sagt der Manager. "Die Unternehmensgewinne werden dynamisch steigen. Sie dürften 2005 um weitere fünf Prozent zulegen."

Mit seinem Ansatz ist er in den vergangenen fünf Jahren gut gefahren. Während der Topix auf Fünfjahressicht fast 30 Prozent verloren hat, legte sein Axia-Fonds in Yen rund 50 Prozent zu.

Damit schlägt er auch den achtplatzierten Axa Rosenberg Equity Alpha deutlich. Der Fonds, der nach einem quantitativen Ansatz geleitet wird und derzeit mit 510 Aktien wohl mehr als jeder andere Japan-Fonds hält, hat im gleichen Zeitraum 16 Prozent verloren. Fondsanalyst Björn Drescher hält ihn dennoch für erste Wahl: "Die Ergebnisse von Axa sind in den letzten Jahren sehr beeindruckend", sagt er.

Der Berater des DAC Nippon Fonds Markus Frohmader hatte dagegen zum ersten Jahrestag der Auflegung nichts zu feiern. Aus seinem Versprechen, vom "Aufschwung der weltweit zweitgrößten Wirtschaft marktüberdurchschnittlich zu profitieren" ist nichts geworden. Mit einem Minus von mehr als 16 Prozent liegt der Fonds weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. "Unter anderem dazu beigetragen hat die unterdurchschnittliche Performance der Finanzwerte insbesondere der Großbanken und Brokerhäuser", sagt der Berater des Fonds. Er verlässt sich auf einen Stock-Picking-Ansatz, nachdem er die aus seiner Sicht attraktiven Sektoren identifiziert hat.

Autor: Christopher Nachtweh, Der Fonds

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