Amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC soll wachsamer werden
Investmentbranche fordert bessere Regulierung der Hedge-Fonds

Paul Schott Stevens, der neue Präsident des Investment Company Institute (ICI), unterstützt Pläne der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde, die 800 Mrd. Dollar schwere Branche der Hedge-Fonds zu überwachen.

Bloomberg NEW YORK. Beim Fondsskandal hätten Hedge-Fonds eine Schlüsselrolle gespielt. Sie sollten daher bei der Aufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) registriert werden, sagte Stevens. Das ICI ist der Branchenverband der US-Investmentfonds.

„Es wäre schon sehr ironisch, wenn wir aus dem Fondsskandal lernen, dass Investmentfonds auf der einen Seite unzählige neue Regeln benötigen, Hedge-Fonds auf der anderen Seite aber so weitermachen könnten wie bisher", sagte Stevens. Die Absicht des SEC-Vorsitzenden William Donaldson, die Hedge- Fonds zu regulieren, stößt in seiner Behörde auf Widerstand. Kritik musste Donaldson jüngst auch von Notenbankchef Alan Greenspan und dem Wall Street Journal einstecken. Die Zeitung bezeichnete den Vorstoß als „Rückendeckungsübung". Donaldson will SEC-Inspektoren zu Hedge- Fonds- Gesellschaften schicken, wo sie spezielle Informationen über das Management des Fonds und über das Tagesgeschäft sammeln sollen.

Für die 7,5 Billionen Dollar schwere Branche der US-Investmentfonds hat die SEC ein neues Regelwerk parat, nachdem es in der Vergangenheit zu Verstößen gegen Handels- und Verkaufsregeln gekommen war. Seit Beginn der Ermittlungen haben Fondsgesellschaften über 2,1 Mrd.Dollar an Geldstrafen und Entschädigungen geleistet und darüber hinaus an die Anleger auch Gebühren zurückgezahlt.

Für Stevens, der die ICI-Präsidentschaft am 1. Juni angetreten hat, steht die Wettbewerbsfähigkeit der Investmentgesellschaften auf dem Spiel. Die Argumentation von Stevens: „Wenn Diskrepanzen in der Regulierung zu groß werden, Investmentfonds umfassend, andere Investmentvehikel jedoch gar nicht reguliert werden, öffnen wir gerissenen Akteuren Tür und Tor, die in unbeaufsichtigte, aber profitable Grauzonen flüchten."

Quelle: Handelsblatt

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