Analyse
Fonds suchen Rendite in Wäldern

Die Anlage in Waldbestände erfordert spezielles Know-how, ist relativ illiquide und wenig transparent. Dennoch stecken erste institutionelle Großinvestoren Teile ihres Kapitals in Wälder. Aus Anlegersicht reizvoll sind die attraktiven Renditen und die Unabhängigkeit von den Börsentrends.

FRANKFURT. Entsprechende Analysen publizierten jetzt die Consultingfirma Watson Wyatt und Bfinance, eine Datenbank für institutionelle Investoren. Experten schätzen den weltweiten und stark auf die USA konzentrierten Wald-Markt auf 500 Mrd. Dollar, wobei nur ein kleiner Teil für Investitionen zur Verfügung steht und Transaktionen eher selten sind. „Als Mindestbeteiligung muss man mit 20 bis 100 Millionen Dollar kalkulieren“, sagt Berater Jürgen Heiny aus dem Frankfurter Büro von Watson Wyatt.

Bisher sind nur wenige spezialisierte Verwalter in diesem Segment aktiv. Dazu gehören in den USA die Hancock Timber Resource Group, RMK Timberland Group, GMO Renewable Resources sowie in Dänemark die International Woodland Company. „Die Verwalter suchen diese Spezialimmobilien für die Investoren aus und lassen sie vor Ort von Forstbetrieben betreuen“, erläutert Heiny.

Bfinance-Analyst Julien Laplante sieht die Reize dieser Anlage – wie bei anderen alternativen Investments – in der Rendite und der Unabhängigkeit von den Wertpapiertrends. Die Experten von Hancock Timber nennen reale jährliche Renditen von sechs bis zehn Prozent, bei einem Drittel der an Aktienbörsen registrierten Wertschwankungen.

Vor allem für Pensionsfonds könnten Waldbestände als Depotbeimischungen dienen. „Bäume wachsen in 20 bis 80 Jahren, das passt zum langfristigen Anlagehorizont“, sagt Laplante. Schon investiert sind laut seiner Analyse beispielsweise der US-Pensionsfonds Calpers, die Stiftungsfonds der US-Unis Yale und Harvard sowie der schwedische Pensionsfonds AP3.

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