Analysehaus stuft zahlreiche US-Tech-Fonds hoch
Feri belohnt Wachstumsfonds

Die Gruppe der Nordamerika-Aktienfonds ist in Bewegung geraten: Ein Drittel dieser Fonds hat das Analysehaus Feri Rating & Research im Juni hochgestuft, bei einem Viertel der Fondsgruppe hat sich die Bewertung deutlich verschlechtert.

rez FRANKFURT. Tobias Schmidt, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei Feri, hat hierfür eine einfache Erklärung: die Erholung der Wachstumswerte (Growth-Aktien), die sich zuvor lange Zeit schwächer als die so genannten Substanzwerte (Value) entwickelt hatten. In den Ratings von Feri, die die Entwicklung der Fonds in den letzten fünf Jahren einbeziehe, schlage sich dieser Trendwechsel nun von Monat zu Monat stärker nieder, sagt Schmidt.

In der Gruppe der Nordamerika-Fonds trenne sich sehr deutlich die Spreu von Weizen: "Besonders in der Wertentwicklung konnten sich die US-Growth-Aktienfonds stark verbessern", sagt Schmidt und verweist auf die drei Fonds des auf Wachstumstitel spezialisierten US-Fondsanbieter Janus Capital. Der US Venture Fund von Janus, dessen Rating im Juni von der zweitschlechtesten Bewertung "D" auf die zweitbeste "B" hochgestuft wurde, setze zum Beispiel stark auf Technologie-, Software- und IT-Aktien, erläutert der Feri-Mann (siehe "Bewertungsveränderungen"). Starke Kurseinbußen hätten dagegen Fonds mit einem breiten Anlagestil (Blend) erlitten. Zu den Verlierern zählen auch Value-Fonds, die keine Energie-Aktien im Portfolio haben.

Die Übersicht über Fonds mit markanten Ratingveränderungen ist ein monatlicher Service für die Handelsblatt-Leser. Sie zeigt alle in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Produkte, bei denen Feri das Rating gegenüber zwölf Monaten zuvor (aktuell: Juni 2006 gegenüber Juni 2005) um mindestens zwei Stufen angehoben hat. Eine Übersicht über die markanten Verschlechterungen können Leser online abrufen. Des weiteren steht online eine Beobachtungsliste mit Fonds zur Verfügung, die Feri genauer auf mögliche Ratingveränderungen überprüfen will. Diese Liste fungiert als eine Art Frühwarnsystem für mögliche künftige Ratingveränderungen.

Die Ratings bieten Anlegern eine Orientierungshilfe bei der Produktauswahl innerhalb einer Anlageklasse. Dafür gruppieren die Feri-Analysten die Fonds nach fünf Qualitätsstufen ein - von "A" für sehr gut bis "E" für schwach. Das Rating wird zu 70 Prozent durch die Ergebnisse der Performanceanalyse bestimmt, zu 30 Prozent fließt das Ergebnis der Risikoprüfung ein.

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