Analysten empfehlen, jetzt in konjunktursensible Aktien zu investieren
Mit Stock-Picking retten sich Fondsmanager ins Plus

Obwohl der Deutsche Aktienindex (Dax) in den vergangenen Monaten kräftig gestiegen ist, fällt der Zuwachs des deutschen Leitindex auf Jahresbasis bescheiden aus. Für Fondsmanager, die sich an der Indexgewichtung des Dax orientieren, sei es daher schwer, mit ihrem Fond ein positives Ergebnis zu erreichen, sagt Fondsanalyst Lars Kolbe vom Fondsanalysehaus Feri Trust.

HB/vwd FRANKFURT/M. Deutlich besser haben es laut Kolbe die Manager von All-Cap-Fonds, die in sämtliche deutsche Aktien investieren, und durch Stock-Picking die interessantesten Werte am Aktienmarkt für ihre Fonds kaufen.

So erwirtschaftete der von Henning Gebhardt gemanagte DWS Aktien Strategie Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten bis Ende August eine Rendite von 14,19 %. In der Kategorie der Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt deutsche Standardwerte belegt das Produkt der zur Deutsche-Bank-Gruppe gehörenden Fondsgesellschaft DWS damit Platz drei.

Der Fondsmanager sei flexibel, um seinem Portfolio Werte wie Rheinmetall oder den Weinhändler Hawesko beizumischen, sagt Kolbe.

Für den Entrium-Fonds Trade-View Deutschland suche er unabhängig von der Unternehmensgröße die besten deutschen Aktien, sagt Markus Zipperer, Fondsmanager der Investment-Gesellschaft Credit Suisse Asset Management. Ein Wertzuwachs von 8,82 % bringt den Fond, den Zipperer für Entrium Direct Bankers betreut, auf den vierten Platz.

„Auch dieses Ergebnis zeigt, dass erfolgreich Stock-Picking betrieben wurde“, sagt Fondsanalyst Kolbe. Mit Titeln wie Drägerwerk oder Leoni seien interessante mittlere und kleinere Werte im Portfolio, die sich ausgezeichnet entwickelt haben.

In Erwartung einer weltweiten Konjunkturbelebung sehen die Fondsmanager bei deutschen Aktien auch weiteres Potenzial. „Der Markt nimmt die wirtschaftliche Erholung vorweg“, analysiert Gebhardt. Dadurch könnte der Dax bis Ende des Jahres noch knapp 10 % gewinnen. „Wir erachten das jetzige Niveau immer noch als attraktiv“, sagt auch Zipperer. Im Vergleich zu Rentenpapieren seien deutsche Aktien auch heute noch um 10 bis 20 % unterbewertet.

In den vergangenen Monaten haben Gebhardt und Zipperer vor allem zyklische Werte ins Depot genommen, die von der auffrischenden Konjunktur überdurchschnittlich profitieren.

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