Anbieter bringen die ersten Hedge-Fonds-Produkte auf den Markt – Von einem Boom kann jedoch keine Rede sein
Der Startschuss ist gefallen

Seit Beginn des Jahres 2004 können auch in Deutschland Hedge-Fonds gegründet werden. Das neue Gesetz sollte die Grundlage bilden, um Deutschland zu einem modernen Finanzplatz zu machen. Doch die Bilanz ist ernüchternd. Nur drei Anbieter haben bisher die Genehmigung für die Hedge-Fonds bekommen.

HB DÜSSELDORF. Es sollte der glänzende Aufbruch in eine neue Ära werden - Deutschland wollte sich zu einem modernen Finanzplatz aufschwingen und den Vorsprung anderer Geld-Metropolen verringern. Bundesfinanzminister Hans Eichel hatte mit dem neuen Investmentmodernisierungsgesetz ungewöhnlich rasch die Grundlage geschaffen, die seit Anfang des Jahres die Gründung von Hedge-Fonds in Deutschland möglich macht. Doch die Bilanz ist ernüchternd. Gerade einmal drei Anbieter haben bisher grünes Licht für deutsche Hedge-Fonds erhalten.

Neben dem deutschen Branchenprimus DWS erhielt am 31. März der Nischenplayer Lupus Alpha von der BAFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) die Genehmigung, Hedge-Fonds unter dem neuen Rechtsrahmen aufzulegen. Während die DWS den ersten Hedge-Fonds-Dachfonds auf den Weg brachte, hat Lupus Alpha eine bisher bereits recht erfolgreich angewandte optionsbasierte Strategie auf einen den neuen deutschen Rechtsnormen entsprechenden Single-Hedge-Fonds eingebracht. Diese Einzel-Hedge-Fonds können nach den neuen Vorschriften in Deutschland lediglich auf dem Wege der Privatplatzierung vertrieben werden. Der Gesetzgeber sieht in diesen Produkten ein größeres Risiko als in Dachfonds, in denen mehrere Single-Hedge-Fonds mit dem Ergebnis der Risiko-Diversifizierung zusammengefasst werden. Als erste ausländische Kapitalanlagegesellschaft konnte sich Pioneer Investments dann kürzlich über das Okay der BAFin freuen. Der Hedge-Dachfonds des Hauses startet zunächst mit fünf Einzel-Hedge- Fonds aus dem eigenen Konzern. Dabei verzichtet die Gesellschaft auf die bei Hedge-Fonds-Produkten sonst übliche Performance-Gebühr. Mit dieser Entscheidung wolle man ein Zeichen für ein berechenbares und transparentes Gebührenmanagement setzen, heißt es bei Pioneer.

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