Anbieter offener Produkte sichern zunehmendes Währungsrisiko ihrer Auslandsengagements ab
Immobilienfonds setzen auf Optionen

Die Anbieter offener Immobilienfonds prüfen den Einsatz von Optionen zur Währungssicherung. Das hat eine Umfrage des Handelsblatts unter den Immobilien-Investmentgesellschaften ergeben.

HB FRANKFURT. Die Absicherung von Währungsrisiken gewinnt an Bedeutung für offene Immobilienfonds, weil diese auf Grund der schwachen Situation auf dem deutschen Immobilienmarkt immer mehr Gelder außerhalb des Euro-Raums investieren. Dabei wagen sie zunehmend auch Sprünge nach Asien und Lateinamerika. Der Einsatz von Devisenoptionen eröffnet ihnen dabei Vorteile gegenüber den bisher eingesetzten Absicherungsgeschäften, erhöht aber auch das Risiko, weil die Anteilswerte stärker schwanken.

Vorreiter beim Einsatz von Optionen ist die Commerz Grundbesitz-Investmentgesellschaft mbH (CGI), die im Jahr 2004 damit begann, Optionen auf das Pfund einzusetzen und inzwischen auch das Dollar-Vermögen einbezieht. Zu den Investmentgesellschaften, die den Einsatz von Optionen prüfen, gehören die Degi Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds mbH, SEB Immobilien-Investment GmbH und die Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH. Die zur Sparkassen-Gruppe gehörenden Deka Immobilien Investment GmbH und Westinvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH wie auch die genossenschaftliche Difa Deutsche Immobilien Fonds AG beobachten den Markt darauf hin, ob sich Einsatzmöglichkeiten ergeben könnten. Ähnlich äußert sich die DB Real Estate, die „bei Prolongationen und Neugeschäft eine Absicherung über Optionen anschaut“. Der Hintergrund: Weil Optionen anders als Devisentermingeschäfte dem Fonds auch Gewinnchancen bieten, ist ihr Abschluss teurer. Deshalb und wegen des höheren Risikos scheuen einige Fondsanbieter noch den Einsatz.

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Das Investmentgesetz schreibt vor, dass 70 Prozent der Währungsrisiken eines offenen Immobilienfonds abgesichert werden müssen. Viele Gesellschaften sichern jedoch weit höher ab. Die klassische Form der Absicherung stellt die Finanzierung mit Fremdkapital dar. In diesem Fall steht dem Immobilienwert eine Kreditposition gegenüber, die Währungsschwankungen ebenfalls mitmacht. Typischerweise werden Auslandsimmobilien zu 50 bis 70 Prozent über Fremdkapital gehedged. Das Restrisiko wurde bislang allein über Devisentermingeschäfte abgedeckt.

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