Anlagefirmen erschließen sich mit Derivateeinsatz und Erfolgsgebühren neue Einnahmen
Grenzen zwischen Fonds und Hedge-Fonds verschwimmen

Die alte und die neue Anlagewelt fließen ineinander. Investmenthäuser verwenden immer häufiger typische Hedge-Fonds-Elemente in ihren klassischen Investmentfonds. Sie setzen stärker Termingeschäfte, Kredite und Leerverkäufe ein, verlangen außerdem eine erfolgsabhängige Vergütung.

FRANKFURT/M. Mit zwei derartigen Produkten kommt jetzt Fidelity an den Markt. Baring Asset Management in Deutschland spielt seit wenigen Tagen ebenfalls mit. Die Beispiele werden Schule machen, sagen Branchenkenner voraus.

Der traditionelle Portfoliomanager kauft eine Aktie oder Anleihe, verkauft sie irgendwann wieder – und versucht von Kursgewinnen beziehungsweise Zins- und Dividendenzahlungen zu profitieren. Doch die Investoren verlangen in Zeiten geringerer Aktienmarkterträge aktiverer Anlagemanagement mit der Aussicht auf höhere Erträge. Das können Derivate und Hebelinstrumente leisten.

Die Anbieter können sich außerdem über eine Erfolgsgebühr – zusätzlich zu den üblichen fixen laufenden Gebühren – zusätzliche Einnahmen sichern. Zu guter Letzt binden sie ihre Mitarbeiter an sich, von denen in der Vergangenheit einige zu Hedge-Fonds abgewandert sind. Diese Mitarbeiter können jetzt auch beim bisherigen Arbeitgeber in das zukunftsträchtige und glamouröse Derivategeschäft einsteigen – nebenbei bieten diese Geschäftsfelder auch höhere Verdienstmöglichkeiten.

„Wir wollen mit den Produkten unsere Stärke in der Auswahl von Einzelaktien mit einem Hebel versehen“, nennt Simon Fraser, einen wichtigen Grund für die Lancierung der Produkte. Der Investmentchef von Fidelity in London sagt im ersten Interview mit einer europäischen Zeitung: „Die Manager der Produkte für europäische und asiatische Aktien können bis zu 20 Prozent kreditfinanziert arbeiten, Index-Terminkontrakte einsetzen, und für bis zu 15 Prozent des Vermögens Aktien leer verkaufen.“

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