Anlagenmärkte driften auseinander
Indexfonds: Niedrige Gebühren und hohe Liquidität locken

Die börsengehandelten Indexfonds setzen ihren Siegeszug fort, wenn auch mit gebremstem Wachstum. Ende April betrug das globale Vermögen rund 805 Milliarden Dollar, im nächsten Jahr könnte die Schallmauer von einer Billion Dollar geknackt werden.

FRANKFURT. In der Kreditkrise driften die Anlagemärkte auseinander. Während das klassische Fondsgeschäft eher leidet, setzen die börsengehandelten Indexfonds (ETFs) ihren Siegeszug fort, wenn auch mit gebremstem Wachstum. "Im nächsten Jahr dürften wir beim Kapital zum ersten Mal die Marke von einer Billion Dollar überschreiten, in Europa 200 Milliarden Dollar - wenn die Börsen nicht wegbrechen", sagt Lee Kranefuss, Leiter der ETF-Sparte beim weltweit größten Vermögensverwalter Barclays Global Investors in San Francisco, dem Handelsblatt. Kranefuss bringt als erster Branchenkenner die Marke von einer Bill. Dollar für das kommende Jahr ins Spiel. Ende April betrug das globale Vermögen 805 Mrd. Dollar.

Auch andere Experten erwarten weiteres Wachstum. "Ich bin sehr optimistisch für Europa", sagt beispielsweise Jim Wiandt, Gründer des spezialisierten Informationsdienstes indexuniverse.com. Auch Andreas Fehrenbach, Geschäftsführer der zur Dekabank gehörenden Gesellschaft ETFlab, ist überzeugt: "Wir stehen trotz des starken Wachstums in den vergangenen Jahren erst am Anfang eines Booms, nicht am Ende."

Auf dem noch jungen Markt für ETFs in Europa sind die verwalteten Vermögen in den vergangenen Jahren im Schnitt um 30 bis 40 Prozent pro Jahr auf jetzt knapp 160 Mrd. Dollar Ende Juli gewachsen (siehe "Europas ETF-Markt wächst"). Die Produkte beziehen sich meist auf Aktien-Messlatten wie den Euro Stoxx 50 oder den Dax, zunehmend auch auf Indizes für Anleihen oder andere Vermögensformen.

Seite 1:

Indexfonds: Niedrige Gebühren und hohe Liquidität locken

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%