Anlagestrategie
Börsenguru Paulson setzt auf Übernahmekandidaten

Der Hedgefonds-Manager John Paulson hatte in jüngster Vergangenheit wenig Glück. Mit seiner Wette auf einen steigenden Goldpreis versenkte er Milliarden. Doch nun kehrt er zu seinen Ursprüngen zurück.
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New YorkPaulson & Co., die 18 Milliarden US- Dollar schwere Hedgefonds-Firma des Milliardärs John Paulson, hat Beteiligungen an Firmen zugekauft, die als mögliche Übernahmekandidaten gelten. Das zeigen aktuelle Pflichtmitteilungen bei der Finanz-Aufsicht U.S. Securities and Exchange Commission (SEC). Dazu zählten Aktien von Cobalt International Energy und Family Dollar Stores.

Der größte Hedgefonds von Paulson ist darauf spezialisiert, Titel von jenen Unternehmen zu erwerben, die in Fusionen oder Übernahmen stecken. Auf diese Strategie gehen auch die Ursprünge von Paulsons Erfolg zurück.

Paulson kaufte den Angaben zufolge im zweiten Quartal rund 13,3 Millionen Aktien des Erdölförderers Cobalt im Wert von rund 351 Millionen Dollar hinzu. Laut Analysten von Capital One Southcoast und Guggenheim Partners ist Cobalt zuletzt zu einem Übernahmekandidaten für Unternehmen geworden, die an dessen Erdölfunden in Afrika oder im Golf von Mexiko interessiert sind.

Der Hedgefonds erhöhte zudem die Beteiligung an dem Einzelhändler Family Dollar um 2,4 Millionen Aktien im Wert von 168,6 Millionen Dollar. Optionen zeigen an, dass die Spekulationen zu einer Übernahme seit dem 22. Juli einen Rekordwert erreicht haben. Damals wurde die Beschränkung für den aktivistischen Investor Nelson Peltz aufgehoben, die Beteiligung an der Firma auf mehr als 9,9 Prozent auszubauen.

Paulson konnte in diesem Jahr Gewinne verzeichnen - etwa dank Investments in den Telekomkonzern Sprint nach dessen Kauf durch Softbank, bei Life Technologies nach einer Übernahmevereinbarung mit Thermo Fisher Scientific und Leap Wireless International, nachdem die Firma einem Kauf durch AT&T zugestimmt hatte.

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