Anlagestrategie
Deutsche Fondsmanager raten zum Aktienkauf

Fast ein Drittel hat der Dax seit Ende Juli verloren. Zu viel für viele Vermögensverwalter, sie gehen so wenig ins Risiko wie lange nicht. Die großen deutschen Fonds dagegen sind optimistisch und trommeln für Aktien.
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DüsseldorfDie Turbulenzen an den Kapitalmärkten haben auch viele professionelle Anleger verunsichert. Internationale Vermögensverwalter gehen so geringe Verlustrisiken ein wie zuletzt im Börsentief im März 2009. Große Fondsmanager haben ihre Aktienquoten weiter verringert und parken relativ hohe Anteile in liquiden Mitteln, im Durchschnitt knapp fünf Prozent der Fondsvermögen. Das ergibt die wichtigste monatliche Umfrage unter 203 internationalen Vermögensverwaltern der Bank of America Merrill Lynch (BofA), die bis zum 8. September durchgeführt wurde.

„Die Haltung gegenüber Europa ist so negativ, dass die Ansteckungsgefahr für die restliche Welt markant gestiegen ist“, sagt Gary Baker, Chef-Aktienstratege bei BofA. Wegen der sich zuspitzenden Schulden- und Bankenkrise in Europa rechnen immer mehr Fondsmanager damit, dass sich das globale Wirtschaftswachstum weiter abschwächt. Europäische Fondsmanager erwarten sogar, dass Europa im kommenden Jahr in eine Rezession rutscht. Daher gewichten die Anleger Aktien in ihren Fonds schwächer als ihre Vergleichsindizes, von europäischen Aktien halten sie besonders wenig. Im Gegenzug haben sie ihren Anleihen-Anteil wieder erhöht

Auch bei vielen deutschen Fondsgesellschaften regiert die Vorsicht: „Wir gewichten in unseren Strategieportfolios derzeit Aktien zugunsten solider Anleihen unter“, sagt Wolfgang Leoni, der die Anlagestrategie bei Oppenheim Fonds Trust verantwortet. „Aufgrund der fragilen wirtschaftlichen Gesamtsituation halten wir es auch noch für zu früh, die Aktienquote wieder aufzustocken. Derzeit ist Vermögenserhalt die oberste Prämisse.“

Allerdings gibt es auf der anderen Seite auch zahlreiche Fonds-Vertreter, die nach dem Absturz jetzt Potenzial für Kursgewinne sehen. Die größten deutschen Fondsgesellschaften geben sich überwiegend optimistisch: "Sobald sich wie erwartet die Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaft verdichten und die Verunsicherungen der Marktteilnehmer nachlässt, sollte eine Gegenbewegung im Aktienmarkt einsetzen", heißt es bei der Union Investment. Die Experten der Dekabank und von Allianz Global Investors zeigen sich ebenfalls zuversichtlich und raten zum Kauf von Aktien.

Seit Ende Juli ist der Deutsche Aktienindex von gut 7.300 Punkten in der Spitze unter 5.000 Punkte gefallen – ein Minus von fast einem Drittel. Einen konkreten Auslöser für den Kurssturz wie im Jahr 2008, als die Pleite von Lehman Brothers die Märkte auf Talfahrt schickte, gibt es in diesem Jahr nicht. Vielmehr leiden die Börsen unter einem Mix aus Ängsten und schlechten Nachrichten.

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Großes Vertrauen in die Kraft deutscher Unternehmen

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    Achso,
    wenn wir mit 2800 nicht auf ein KGV von 8 kommen, müssen natürlich warten bis bei 1800 die 8 erreicht sind.

    Und als ich geschrieben habe, daß ich frühestens bei 5000 kaufe, habe ich gelogen. Wie gesagt, mein eigentliches Ziel steht ja hier.
    Jetzt müßt ihr natürlich schnell die Kurse hoch ziehen, damit ich Panik kriege und dann hals über Kopf kaufe.
    .

  • "Wahrscheinlichkeit" heisst immer "Nicht-Wissen". Das ist, was uns die Fondsgesellschaften hier anbieten: Nicht-Wissen. Die trauen sich was. Ich gehe 'mal davon aus, dass sie noch nicht einmal wissen, wie viel sie nicht wissen.

  • Brauchen die jetzt das dumme Geld oder welche Stunde hat geschlagen?

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