Anlagestrategie
ETFs sind beliebter als Buffetts Berkshire

Auf der Suche nach guten Erträgen setzen US-Millionäre lieber auf einen börsengehandelten Indexfonds statt auf teure Hedge-Fonds oder Buffetts Berkshire Hathaway. Am beliebtesten ist aber eine bekannte Technologieaktie.
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New YorkDer Indexfonds SPDR S&P 500 ETF Trust hat es in diesem Jahr in der Umfrage des Investmentvereins “Tiger 21” auf den zweiten Platz bei Aktien-Investments geschafft. Das Papier bildet den Standard & Poor's 500 Index ab und wird von State Street angeboten. Der erste Platz ging an Apple und den dritten Rang sicherte sich Berkshire Hathaway, die Investmentholding von Warren Buffett. Im vergangenen Jahr war dem SPDR S&P 500 ETF Trust nicht einmal der Sprung in die Top 10 gelungen.

“Die individuelle Aktien-Auswahl nimmt ein wenig ab”, sagte Michael Sonnenfeldt, Gründer und Chairman von “Tiger 21” in einem Interview mit Bloomberg News. “Wenn man in Aktien investiert sein will, dann ist es dramatisch billiger und grundsätzlich auch effektiver, es über ein ETF-Produkt zu machen.”

Hinter “Tiger 21” stehen unter anderem Investoren und Manager, die jeweils mindestens 10 Millionen Dollar an investierbarem Vermögen haben und zusammen rund 19 Milliarden Dollar verwalten. Die Gruppe hat 202 Mitglieder.

In diesem Kreis sind derzeit Index-Fonds und ETFs populärer als etwa Aktien-Hedge-Fonds oder Investmentfonds. Rund 23 Prozent der Befragten erklärten sie zu ihrer bevorzugten Anlagemethode am Aktienmarkt. Vergangenes Jahr lag der Prozentsatz erst bei 19 Prozent. Hedge-Fonds fielen von 27 auf 21 Prozent zurück. Nach wie vor die Nummer eins ist die individuelle Aktienauswahl, auch wenn es um sieben Prozentpunkte nach unten ging auf nun 43 Prozent. Investmentfonds wurden von 13 Prozent bevorzugt.

Die meisten Mitglieder von “Tiger 21” haben sich ihren Reichtum selbst erarbeitet, und diesen nicht etwa vererbt bekommen, sagte Sonnenfeld weiter. Monatlich finden Treffen überall in Kanada und den USA statt, bei denen sich die Investoren zu Strategien austauschen. Pro Jahr fällt eine Mitgliedsgebühr von 30.000 Dollar an.

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  • In den USA ist das strenger geregelt als in der EU. Dort muessen die ETFs mit Aktien hinterlegt sein oder andernfalls das Risiko ausweisen.

  • Hier gibts noch einen Rechner, der ungefähr anzeigt wie hoch das Abschöpfungspotenzial der Banken ist. Was genaueres hab ich leider nicht gefunden: http://www.fonds-etf.de/Vergleichsrechner_ETF-Fonds_zu_aktiven_Fonds?Zp=99
    Im übrigen kostet die physische Anlage hohe Transaktionsgebühren die sich negativ auf die Performance auswirken. Aber wenn Sicherheit über alles gehen soll - warum nicht.

  • Sie unterschätzen die ETFs. Wenn der Emittent Pleite geht - in ihrem Fall Lehman´s - dann geht man eben genau nicht völlig leer aus. ETFs sind Sondervermögen und damit vor einer Pleite des Emittenten gesetzlich geschützt! Lediglich 10 Prozent des Fondsvermögens dürfen in sogennanten Swaps angelegt werden (um einen Index nachzubilden der mehrere hundert Werte umfasst und effizient die am wenigsten gewichteten Werte (im Promille-Bereich) kostengünstig abbilden zu können. Allenfalls sind diese max. 10 Prozent nicht gegen eine Emittentenpleite geschützt. Aber meist werden diese 10 Prozent kaum vollständig ausgenutzt und es handelt sich im Normalfall lediglich um ein Ausfallrisiko von vielleicht 2- 3 Prozent. In jedem Fall sind ETF-Fonds besser geeignet wie die aktiv gemanagten Fonds, weil Fondsmanagement bezahlt werden muss - auch für Fehlentscheidungen. Fondsmanager können nicht in die Zukunft schauen und nahezu alle Studien belegen, dass aktiv gemangte Fonds aufgrund ihrer Kosten unterlegen sind. Also Hände weg von Deka-Fonds, UnionInvestment-Fonds, AllianzGlobalInvestors-Fonds, DWS-Fonds - es geht billiger und besser, mit besserer Performance durch geringere Kosten.

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