Anlagestrategie
Fonds setzen auf türkische Aktien

Seit dem Fünfjahreshoch am 4. Oktober hat der türkische Leitindex National 100 rund 7,5 Prozent an Wert eingebüßt. Doch die Kursrally dürfte bald weitergehen, erwartet Vermögensverwalter Tan Egeli von Egeli & Co. Seine Kunden zeigten großes Interesse an türkischen Werten, berichtet er.

Bloomberg ISTANBUL. Sie erwarten, dass die türkische Wirtschaft im Zuge des EU-Beitritts angekurbelt wird. Auch die Wirtschaftspolitik dürfte Investoren gefallen: geringeres Haushaltsdefizit, weniger Inflation und die Privatisierung von Staatsbetrieben.

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"Wir werden kommendes Jahr frisches Anlagekapital in die Türkei fließen sehen, weil viele neue Fonds türkische Vermögenswerte für ihre Portfolios kaufen", sagt Egeli. "Die EU-Beitrittsverhandlungen haben dazu beigetragen, dass die Türkei nun die Aufmerksamkeit von Fondsmanagern aus aller Welt bekommt.

Die Aktienrally an der Börse Istanbul führen die Aktien der beiden größten börsennotierten Banken der Türkei, Turkiye Is Bankasi und Akbank TAS, an. Die Aktie der Turkiye Is Bankasi ist seit Jahresbeginn um 51 Prozent, die der Akbank um 21 Prozent gestiegen. Jack Arnoff von Pictet Asset Management UK geht davon aus, dass diese Bankenwerte sich weiterhin gut entwickeln.

Trotz der jüngsten Kursverluste hat der türkische Aktienmarkt die Börsen anderer Schwellenländer deutlich geschlagen. Der National 100 stieg seit Jahresbeginn um 29 Prozent. Das ist fast dreimal so viel wie der Anstieg des polnischen WIG20- Index und im Vergleich zum tschechischen PX50 ein Plus von sieben Prozent. Mete Tuncel, Fondsmanager des Emerging Sovereign Master Fund, erwartet, dass die türkische Börse in den nächsten zwei Monaten wieder auf die Überholspur wechselt und der National 100-Index bis Januar seinen bisherigen Höchststand übertrifft. Das größte Risiko für die Wertentwicklung türkischer Aktien, ebenso wie für andere Schwellenländerbörsen auch, bestehe darin, wie stark die USA die Leitzinsen noch anheben werden, sagt Arnoff.

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