Anlagestrategie

„Gold ist eine heiße Spekulation“

In Gold zu investieren gleicht einem Tanz auf dem Vulkan, glaubt Fondsmanager Christoph Bruns. Er rät, jetzt auszusteigen und statt dessen Aktien zu kaufen. Anleger könnten jetzt den Grundstein für ein Vermögen legen.
57 Kommentare
Christoph Bruns, Vorstand und Fondsmanager der Fondsboutique Loys

Christoph Bruns, Vorstand und Fondsmanager der Fondsboutique Loys

Herr Bruns, alle Welt kauft Gold, Sie auch?
Christoph Bruns: Nein, Gold gehört definitiv nicht zu meinen Favoriten, im Gegenteil. Der Goldpreis markiert zwar ein Rekordhoch nach dem anderen, aber das ist eine ganz heiße Spekulation, ein Tanz auf dem Vulkan.

Aber das Edelmetall gilt bei Anlegern als sicherer Hafen…
Das ist ein Trugschluss. Gold ist keine sichere und werthaltige Anlage. Denn im Grunde kann man Gold gar nicht bewerten, es hat keinen echten Wert. Zum Vergleich: Der Wert eines Autos ist in den vergangenen 30 Jahren deutlich gestiegen – mehr Technik, bessere Ausstattung, höhere Leistung. Und der Preis ist natürlich auch gestiegen. Der Käufer bekommt aber mehr für sein Geld.

Und beim Gold?
Es hat noch immer die gleiche Funktionalität, den gleichen Wert wie vor 5000 Jahren. Ein Goldklumpen ist noch immer nur ein Goldklumpen und trotzdem steigt der Preis immer weiter. Im Grunde ist es doch das Geld, was immer weniger wert ist – Stichwort Inflation – und deshalb steigt der Goldpreis. Und wie jede verrückte Hausse kann auch diese noch lange andauern, sie kann aber auch sehr schnell enden.

Was raten Sie Anlegern?
Sie sollten unbedingt ihre Gewinne mitnehmen. Raus aus Gold, bevor die Rally abrupt endet.


Und dann?
Aktien kaufen, ganz klar. Viele Titel sind jetzt sehr günstig und teilweise bis zu 30 Prozent unterbewertet. Wer langfristig anlegt, der sollte jetzt Aktien mit Substanz einsammeln.

Welche Titel sind das beispielsweise?
Eine Deutsche Post etwa hat mittlerweile eine Dividendenrendite von 6,5 Prozent – und diese Dividende ist dann auch noch steuerfrei. Auch eine MLP ist derzeit günstig und einen Blick wert.

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57 Kommentare zu "Anlagestrategie: „Gold ist eine ganz heiße Spekulation“"

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  • Man sollte nicht vergessen, daß die Inder eine lange Tradition haben, Gold und jetzt auch Silber als Vermögensanlage zu kaufen, hinzu kommt, daß ein schnell wachsender chinesischer Mittelstand und Reiche in Gold investiert und vom chin. Staat darin noch bestärkt wird.

    In China gibt es seit einiger Zeit auch eine Handelsplattform ähnlich der COMEX, an der Gold gehandelt werden kann.

    Warum erhöht die Comex ständig die Margin bei Gold und Silberkäufen ? Um einen zu schnellen Anstieg der Preise zu verhindern und die Shortpositionen der großen Banken zu schützen.

    Ich habe bis dato 2 Wetten gewonnen, 1. Gold über $ 1000,,
    2. Gold über $ 1800, neue Wette für nächstes Jahr läuft:
    Gold über $ 2500,00.

    Wir haben 27 Nationen in der EU, die sich einigen müssen, das ist fast unmöglich
    Nach Griechenland wird das Problem überschwappen auf Italien, Portugal und Spanien und auch Frankreich darf sich seines Triple A nicht mehr sicher sein.

    Quo vadis Euro ? Wer rettet das ?



  • ..eine ganz heiße Spekulation ist es, unseren Politiker-Pfeifen zu vertrauen!

    Jaja...die Geldeinlagen sind sicher!

    Soso...die Rente ist sicher!

  • Ein Manager eines Aktienfonds empfiehlt: Raus aus Gold, rein in Aktien.

    Was kommt denn Morgen dran? Schweinezüchter empfehlen möglichst viel Schweinefleisch zu vertilgen?

    Der Nutzwert dieser Nachricht ist gleich null.

  • Ich habe nicht eine einzige Dublone und bin trotzdem glücklich. Was mache ich falsch?

  • Ich verstehe das ganz Por oder Kontra Gold oder Aktien hier nicht! Ich lege mein Geld seit 20 Jahren alleine an und das nach recht einfachen Regeln. Eine der wichtigsten ist - Folge dem Trend! Gold hat seit ca. 2002 einen soliden Trend hingelegt - also folgte ich dem Trend. Erste Käufe bei 350 USD. Und noch ist der Trend nicht gebrochen - also bleibe ich noch dabei. Eine kleine Korrektur ist noch kein Trendbruch. Ebenso halte ich es bei Aktien, da ich in beiden gerne investiere. Mitte 07 Anfang 08 war der Trend deutlich gebrochen also RAUS aus Aktien, Mai 2009 Trend bestätigt also rein in Aktien. Und heute? Positiver Trend bei ca. 7000 im DAX zu Ende und verkauft! Klar locken jetzt die Kurse und die Schnelligkeit mit der es Abwärts ging wieder zum Einstig aber ein Trend sehe ich noch nicht, also abwarten. Schlussendlich - sollte der Goldpreis wirklich weiter fallen werde ich auch hier verkaufen und dabei interessieren mich nicht die Nachrichten warum und wieso oder Inflation hin oder her. Völlig egal - nur der Trend zählt und die Konsequenz/Disziplin zu handeln.

  • Immer wieder dieselbe alte Laier! Seit rund 10 Jahren steigt der Goldpreis, angefangen bei unter $300.--. Und jedes Jahr wollen sie uns weiss machen, dass es nach erneuten Höchstständen ein schlechter Zeipunt für einen Einstig in Gold sei. Wissen Sie was, Herr Bruns: Die Anleger glauben Ihnen und anderen zum Glück nicht mehr. Ich verzichte gerne auf Dividendenausschüttungen bei den Perfomances, welche Gold gebracht haben... und ich kann gut schlafen, ich bin inflationsgeschützt und habe eine fette Rendite gemacht. Können Sie mir eine aus Ihrem Porfoglio Anlageform der letzten 10 Jahre nenne, welche nur annähernd solche Renditen brachte. Vermutlich kaum. Schlechter Vortrag, Herr Bruns. Und noch was: Gold kann durchaus korrigieren, auch mal länger. Solange aber die Geldpresse unaufhörlich läuft, die Staaten keine nachvollziehbaren Konzepte für den Schuldenabbau finden und es immer mehr Spekulanten, insbesondere der Leerverkäufe gibt, wird Gold steigen... noch in höhere Gebiete als sich mancher vorstelle kann. Deshalb ist auch jetzt ein Einstieg in Gold sicher nicht falsch bzw. einiges besser, als in irgendwelche Funds, Aktien, Strukturierten Produkte wo in aller erster Linie die Berater und Banken verdienen. Punkt, habe fertig! Grus aus der Schweiz

  • multinvest:

    Was der Goldtrottel Herman-Josef Tenhagen von der Stiftung Warentest (Zeitschrift Finanztest) für den "Verbraucherschutz" ist, das ist der tolle Fondsmanager Bruns für das Finanzgesindel und die Fondsanleger. Die deutsche Schafsherde (Steuermichel) wählt sich seine Schlächter selbst!
    Im 10 Jahresvergleich bewegt sich Bruns noch immer an der Null-Linie, während GOLD über 650% steht!
    Mein Vorschlag: die beiden Herren federn und teeren und dann an als abschreckendes Beispiel den Pranger ketten lassen.

  • Stimme jarjar vollkommen zu.

    Wir werden auch in diesem Jahrhundert nicht mit einem Krümel Gold ein Kilo Fleisch kaufen müssen.
    Dieses "Zurück-in-die-Steinzeit" gerede ist nur ein Zeichen von unglaublicher Beschränktheit...

    @Goldfreund: Super Vergleich...
    - Als Spiderman seine Kraft verlor hat er auch weitergekämpft. -
    Bleiben wir mal auf dem Boden mit den Vergleichen.

  • Banken sind keine Qualitätsaktien:denn diese haben kaum einen inneren wert,oder blickt da jemand bei der Bilanz durch?
    Qualität bedeutet:Produkte die man jeden tag konsumiert bzw.konsumieren MUSS.
    Versorger(so dumm es klingt,aber danke für Kaufkurse unter 14 bei Eon),Tabak,Nahrungsmittel,tägliche Körperpflege....Apple braucht kein Mensch,und wenn mein Nachbar in Apple investiert und ich ihn noch vor Steve Jobs Gesundheitszustand warne.....siehe da....

  • Welche Fachkompetenz soll der Autor haben, um diesen durchsichtigen Blödsinn zu erzählen? Und wie verzweifelt muß die Regierung sein, um solche Manipulateure vorzuschicken? Die Absicht ist doch klar: so viele wie möglich aus dem Gold hinaus treiben, bevor der große Crash einsetzt.

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