Anleger erwartet ein weiteres renditeschwaches Jahr: Immobilienfonds auf Auslandstour

Anleger erwartet ein weiteres renditeschwaches Jahr
Immobilienfonds auf Auslandstour

„Auch in diesem Jahr lässt sich die frühere Performance wohl nicht halten. Wir erwarten ein Plus von zwei bis drei Prozent“, sagt Fabian Hellbusch, Sprecher der zum genossenschaftlichen Finanzverbund gehörenden Difa und Anbieter des offenen Immobilienfonds Difa-Grund.

HB FRANKFURT/M. Detlev Dietz, Geschäftsführer der Commerz Grundbesitz, rechnet für den größten Fonds Haus-Invest mit einem Wertzuwachs von 3,5 % im Jahr 2004. Der Haus-Invest wurde zum 1. Januar in Haus-Invest Europa umbenannt.

Schon die Bilanz der vergangenen 12 Monate fällt recht mager aus. So erreichte der Haus-Invest mit einem Wertzuwachs von 3,75 % Platz acht unter 21 Konkurrenten. Der Difa-Grund liegt mit 3,40 % zwei Ränge dahinter. „Wohin mit dem ganzen Geld?“ bringt Gerd Bennewirtz, unabhängiger Fondsberater aus Korschenbroich, die Lage bei den offenen Immobilienfonds auf den Punkt. In den vergangenen drei Jahren habe sich das Fondsvolumen auf 87 Mrd. Euro knapp verdoppelt. Doch „mittlerweile sind die Immobilienmärkte in Europa leer gekauft, die Mieten stagnieren oder sinken sogar, die Leerstände steigen“.

Difa-Sprecher Hellbusch erwartet, dass sich der „deutsche Immobilienmarkt frühestens ab dem Jahr 2005 wieder auf sein Normalniveau hinbewegt und die Fonds ein Plus zwischen vier und fünf Prozent erreichen können“. Dietz glaubt, dass der deutsche Markt erst in „zwei bis drei Jahren wieder anziehen wird. Die gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung schlägt spürbar durch.“

Laut Dietz konzentriert sich der Haus-Invest auf Liegenschaften in der EU. Dort seien 75 % des Fondsvermögens investiert. Auch bei der Difa setzt man verstärkt auf ausländische Standorte. Doch ganz so weit wie bei der Konkurrenz ist man noch nicht. Derzeit beträgt die Auslandsquote im Difa-Grund laut Hellbusch rund 50 %. „Unsere Zielquote ist 75 Prozent.“

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