Anleger können von Skaleneffekten profitieren
Bankspesen für Publikumsfonds sinken

Der steigende Wettbewerbs- und Kostendruck in der Investmentbranche hinterlässt nun auch seine Spuren bei den Depotbanken. Das Augenmerk richtet sich auf die Transparenz und die Kostenstruktur von Dienstleistungen. Neue Geschäftsmodelle sowie die traditionellen Preismodelle stehen dabei auf dem Prüfstand.

Neben dem Ausgabeaufschlag für den einzelnen Fondsanteil und den Managementgebühren der Kapitalanlagegesellschaft entstehen dem Anleger bei einem Investmentfonds Kosten für die Tätigkeit der Depotbank. Diese Kosten setzen sich aus der Depotbankvergütung, der Depotgebühr sowie den Transaktionskosten zusammen. Derzeit werden sie meist getrennt abgerechnet. Die Gewichtung und Bepreisung der Kosten fällt innerhalb der Depotbankbranche sehr unterschiedlich aus. Für den Anleger ist eine Kalkulation der Depotbankkosten oder gar der Vergleich der einzelnen Depotbankkonditionen zurzeit kaum möglich.

Die kürzlich von Pricewaterhouse-Coopers durchgeführte Umfrage „Investment Management Custody Funds Expense Survey 2004 – Publikumsfonds Deutschland“ belegt, dass sich die traditionellen Preismodelle der Depotbanken für Publikumsfonds derzeit im Umbruch befinden: Bereits heute bieten 44 Prozent der teilnehmenden Depotbanken für Publikumsfonds einen Paketpreis (All-in-Fee) als Kostenpauschale an. Diese enthält Depotbankvergütung, Depotgebühren, Transaktionskosten und Kontogebühren.

Befragt wurden 18 Depotbanken, die rund 70 Prozent beziehungsweise 151 Mrd. Euro der von Depotbanken verwalteten deutschen Publikumsfonds repräsentieren. Komplexere Strukturen, wie beispielsweise globale Aktienfonds, werden laut Umfrage höher bepreist als einfach strukturierte Rentenfonds. Für einen benchmarkorientierten deutschen Aktienfonds werden somit zurzeit etwa 6,5 bis 8,5 Basispunkte vom aktuellen Fondsvermögen berechnet. Mit 90 Prozent halten nahezu alle der Depotbanken, die bisher keine All-in-Fee anbieten, das Angebot eines solchen Paketpreise für sinnvoll. 78 Prozent von ihnen können sich sogar vorstellen, dass die eigene Gesellschaft innerhalb der kommenden drei Jahre eine All-in-Fee einführt.

Drei Viertel der befragten Depotbanken erwarten zudem, dass die All-in-Fee sinken wird. Die hiermit verbundenen geringeren Kosten für die Fonds sollten sich auch positiv auf deren Performance und damit den Geldbeutel der Anleger auswirken. Die All-in-Fee ermöglicht den Anlegern eine bessere Kalkulation und Vergleichbarkeit der Depotbankkosten.

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