Anlegeranwalt reicht Klage ein: Staatsanwalt sucht Filmfonds-Prüfer auf

Anlegeranwalt reicht Klage ein
Staatsanwalt sucht Filmfonds-Prüfer auf

Die Staatsanwaltschaft München hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in ihre Ermittlungen gegen das Management des Filmfondsanbieters VIP einbezogen.

DÜSSELDORF. KPMG bestätigte, dass Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung am 16. Februar die KPMG-Niederlassung in München „aufgesucht“ haben. Als Grund sei ein „Ermittlungsverfahren gegen Schmid und andere“ angegeben worden.

Dabei handelt es sich um VIP-Gründer und Mehrheitsgesellschafter Andreas Schmid, der seit Anfang Oktober 2005 wegen des Verdachtes, betrogen und Steuern hinterzogen zu haben, in Untersuchungshaft sitzt. Der Verdacht der Steuerhinterziehung bezieht sich auf Angaben in der jüngsten Erklärung zur einheitlichen und gesonderten Feststellung des Einkommens. Sie liefert die Basis für steuermindernde Anfangsverluste bei den Anlegern. Der Betrugsverdacht steht im Zusammenhang mit der Garantiestruktur der Fonds Nr. 3 und 4. Sie sieht vor, dass eine Bank die Rückzahlung der Einlegergelder ohne Aufgeld aus bei ihr von einem Filmstudio hinterlegten Geld übernimmt.

KPMG sei als Zeuge benannt worden und habe den Ermittlungsbehörden alle erbetenen Unterlagen ausgehändigt, teilte die Prüfungsgesellschaft auf Anfrage mit.

Die VIP-Gruppe warb bisher bei 13 000 Anlegern rund 750 Mill. Euro Kapital ein und war im Jahr 2004 gemessen am platzierten Eigenkapital Marktführer unter den Filmfondsanbietern,.

Unterdessen kündigte Anwalt Jens-Peter Gieschen von KTAG Rechtsanwälte an, noch in dieser Woche Klagen gegen VIP wegen der im März drohenden Verjährung von Prospekthaftungsansprüchen einzureichen. Darüber hinaus verlangen KTAG außergewöhnliche Gesellschafterversammlungen für die betroffenen Fonds Nr. 3 und 4.

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