Anlegerstudie

Dem Sparschwein geht es an den Kragen

Jeder Bundesbürger hat im Durchschnitt mehr als 62.000 Euro Geldvermögen. Ein Großteil davon war bisher in Tagesgeld investiert. Doch immer mehr Sparer denken um. Was sie derzeit kaufen und was wirklich sinnvoll ist.
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Anleger bringen das Sparschwein zur Schlachtbank - endlich. Quelle: Getty Images

Anleger bringen das Sparschwein zur Schlachtbank - endlich.

(Foto: Getty Images)

KölnEs ist eine Studie, die zunächst gar nicht in das übliche Bild vom deutschen Sparer passen will: „Viele Anleger machen sich Sorgen, weil die niedrigen Zinsen derzeit die Inflationsrate nicht abdecken. Sparkonten und Tagesgeld verlieren an Attraktivität“, sagt Giovanni Gay, Vorstand von Union Investment, der Fondstochter der Volksbanken-Gruppe.

Das Fondshaus hatte das Meinungsforschungsinstitut Forsa beauftragt, 500 Anleger zu befragen. Ergebnis: 87 Prozent erwarten in den kommenden sechs Monaten einen Anstieg der Inflation. Zudem äußerten sich 20 Prozent besorgt und 49 Prozent etwas besorgt über die Kombination von anhaltend niedrigen Zinsen und steigenden Preisen.

„Die Menschen in Deutschland erkennen langsam, dass sie ihre Geldanlage neu ausrichten müssen, um ihr Vermögen vor Inflation zu schützen. Aus diesem Grund investieren sie nach und nach in höher rentierliche Anlageformen“, so Gay.

Endlich! Die Sparer trennen sich vom Tagesgeld, das sich nach einer Analyse der FMH-Finanzberatung im Schnitt nur zu 0,5 Prozent verzinst, während die Inflation derzeit bei 1,4 Prozent liegt. „Es ist eine Anlage, die sich einfach auf Dauer nicht rechnet und die daher nicht geeignet ist, um langfristig Vermögen aufzubauen“, sagt Justus Heuer vom Institut für Behavioural Finance an der Universität Mannheim. Es sei daher grundsätzlich eine gute Entscheidung, nach Abzug eines Liquiditätspolsters mit dem Rest des Guthabens nach Anlagen mit besseren Renditechancen suchen.

„Doch gerade in der Niedrigzinsphase ist es eine Herausforderung, das Risiko zu managen“, sagt Heuer, der zu diesem Thema unlängst gemeinsam mit dem Ökonomie-Professor Martin Weber eine Studie verfasst hat. Wie sind die Deutschen also investiert? Was ändert sich gerade und was ist davon zu halten? Ein Blick in den jüngsten Monatsbericht der Bundesbank zeigt das Musterportfolio des Deutschen.

Max Mustermann spart
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45 Kommentare zu "Anlegerstudie: Dem Sparschwein geht es an den Kragen"

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  • "Immobilienfonds ... Anleger zahlen beim Einstieg in der Regel fünf Prozent Ausgabeaufschlag"
    Hat der Autor dieses Beirags denn immer noch nichts von Fondsplattformen wie Ebase, FFB & Co gehört, wo man 0% Ausgabeaufschlag zahlt? Solche Plattformen gibt es inzwischen seit weit mehr als 10 Jahren. Auch bei Instituten wie der Augsburger Aktienbank zahlt man für weit mehr als 90% der handelbaren Fonds keinerlei Aufschlag. Es ist Armutszeugnis für das Handelsblatt, wenn dem Autor eines Artikels über Investmentfonds dies anno 2013 immer noch nicht bekannt ist.

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  • Das ist doch nur eine Vernebelungsaktion der Anlageberater, um den Anlegern auch noch die restlichen 0,5% Rendite abzugreifen. Die Anlageberater müssen schließlich auch an ihre eigene Rendite denken.

  • Und warum geht es dem "Sparschwien" an den Kragen? Bitte doch einmal Ross und Reiter benennen. Und das bitte in klaren Worten.
    HB
    "Dem Sparschwein geht es an den Kragen".

  • Was sind schon 62.000€ Geldvermögen, wenn die Rentenleistungen ständig abnehmen? Im Notfall reicht das bei sehr sparsamem Leben vielleicht für 5 Jahre. Und danach? Nichts mehr, weil die Inflation sowieso alles bereits aufgefressen hat.Lt. OECD-Untersuchung über die Altersversorgung in 23 Industriestaaten dieser Welt liegt Deutschland gerademal auf Platz 19. Das war 2008, heute möglicherweise auf Platz 21, wenn man die 0,25% Rentenerhöhung in 2013 bei einer Inflationsrate von 1,9% mit einbezieht. Nein, danke, das reiche D geht mit seinen Sparern und Rentnern unverantwortlich schlecht um. Trotzdem wählten sie A.M. Da ist ihnen nicht mehr zu helfen.

  • Wenn ich gleich zu Beginn lese, dass das pro Kopf Geldvermögen bei € 62.000 liegen soll, weiss ich dass ich nicht mehr weiter lesen sollte. Rechnerisch mag das vielleicht stimmen, faktisch aber mit Sicherheit nicht.

  • @ muellerschneiderhahn

    Geht alles nicht, weil der Apparat mit Beamten, Verwaltungen und Kommunalbehörden bezahlt werden will und auch seine Altersversorgungen irgendwo herkommen soll.
    Das erforderliche Kapital muß der produktiv arbeitenden Bevölkerung und den Unternehmern höchstmöglich enteignet werden, um das alles bezahlen zu können. Und es reicht immer noch nicht, siehe Schuldenuhr.
    Da "früher" 10% Steuern und Abgaben üblich waren und die Bevölkerung deswegen "Bauernkriege" vom Zaun brachen, hätten wir heute allen Grund, unseren Aasgeiern der Politik auf die Pelle zu rücken, aber, da es uns gut geht und wir die warme Stube haben, wir immer zu essen haben, in Urlaub fahren zu können und viele erfreuliche Dinge konsumieren zu können, wird eine Abgabenquote statt 10% von nun mind. 60-70% anstandslos als gut und richtig abgenickt und weiterhin bei den Wahlen gutgeheissen.
    Gottgegeben und unabänderlich? Ja, denn er will nicht abändern.

  • Rob Roy nimm dir mal 1 Stunde Zeit und schau diesen kleinen Trickfilm, der vor einigen Jahren schon gedreht wurde, er erklärt leicht verständlich wie es läuft und wo es hingeht. Manches ist schon wahr geworden.Er heißt gib mir die Welt plus 5%
    http://www.youtube.com/watch?v=oXeeabwaV-s


  • Plündert die Schweine. Kauft die Billionmünze.
    Oder die Chinesischen Pandadrachen.

  • Die Kursgewinne sind noch immer steuerfrei, sofern diese vor dem 1.1.2009 erworben wurden. Wenn später auf Gold UST kommt ist der Privatverkauf dann auch für Verkäufer und Käufer günstiger.

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