Anleihen
Renditeanstieg schwächt sich ab

Die internationalen Anleihemärkte sind angeschlagen. Nachdem die Renditen schon am Vortag deutlich gestiegen waren, setzte sich der mit Kursverlusten einhergehende Anstieg der Kapitalmarktzinsen gestern anfangs fort, wenn auch mit moderaterem Tempo.

HB FRANKFURT. Dass es aber nicht zu einer zumindest leichten Erholung kam, spricht laut Experten für die Schwäche des Marktes. „Viele Investoren fragen sich jetzt, ob es tatsächlich zu der oft beschworenen Wende am Anleihemarkt kommt“, sagte Bernd Weidensteiner, Volkswirt bei der DZ Bank.

Von fundamentaler Seite gab es für die Anleihen gestern kaum Impulse. Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ die Leitzinsen bei ihrer gestrigen Sitzung unverändert, machte aber ihre Bereitschaft zu weiteren Zinserhöhungen deutlich. Die Märkte waren aber vor allem vor der EZB-Sitzung nervös, dies belastete die Nachfrage nach neuen französischen und spanischen Staatsanleihen, die gestern versteigert wurden.

Konjunkturdaten aus den USA – niedriger als erwartete Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und ein deutlicher Rückgang der Produktivität gepaart mit hohen Lohnstückkosten – hatten kaum Einfluss auf den Markt. „Vor dem heute anstehenden wichtigen monatlichen US-Arbeitsmarktbericht, waren die Daten quasi ein Non-Event“, sagte Weidensteiner. Zum Handelsende kehrte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe wieder auf Ausgangsniveau bei 3,52 Prozent zurück. Die Rendite der zweijährigen Bundesschatzanweisung, die in den vergangenen Monaten kräftig angezogen ist, verharrte bei 2,98 Prozent. Der Bund-Future gewann 0,03 Prozentpunkte auf 119,98 Prozent. In den USA stand die Rendite zehnjähriger Treasuries wie am Vortag bei 4,56 Prozent.

Unter den Unternehmen begab der britische Flughafenbetreiber BAA eine Anleihe in zwei Tranchen über 1,75 Mrd. Euro. Dazu kam eine Emission über 750 Mill. Pfund. cü

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