Anteilseigner offener Fonds erfahren künftig den Verkehrswert jeder Immobilie
DB Real Estate bietet Anlegern die meisten Informationen

Die DB Real Estate Investment GmbH (DBREI) will das Vertrauen der Anleger in offene Immobilienfonds zurückgewinnen. Die Immobilienfondstochter der Deutschen Bank veröffentlicht deshalb künftig zahlreiche Daten, die die Branche jahrzehntelang unter Verschluss gehalten hat. „Wir öffnen Taschen und Türen“, sagte Geschäftsführer Helmut Ullrich auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt.

rez/rrl FRANKFURT/M. Sowohl der auf Deutschland ausgerichtete Grundbesitz Invest als auch der weltweit anlegende Grundbesitz Global werden künftig für jedes Objekt im Fonds Verkehrswert, Vermietungsstand, auslaufende Mietverträge im laufenden Geschäftsjahr, Ist-Mieten, prognositizierte Mieten sowie erwartete Mieterträge bei Vollvermietung nennen. Außerdem erfährt der Anleger bei Käufen und Verkäufen die daran Beteiligten, die Preise und bei einem Verkauf die Differenz zum Kaufpreis. Genannt werden außerdem die zehn größten Mieter je Fonds mit ihren Mietanteilen sowie offene Währungspositionen.

„Wenn die DB Real Estate so detailliert informiert, können andere Investmentgesellschaften nicht mehr behaupten, dies sei nicht möglich“, kommentierte der Fondsanalyst Stefan Loipfinger die Ankündigung der DBREI. Die DBREI geht damit über das Standardinformationsangebot hinaus, auf das sich in der vergangene Woche die im Branchenverband BVI zuammengeschlossenen Fondsanbieter geeinigt haben. Danach verpflichten sich die BVI-Mitglieder, zu denen auch die DBREI gehört, lediglich Verkehrswerte und nachhaltige Mieten auf Länderebene, aber nicht für Einzelobjekte zu nennen.

Die vor Jahren von Loipfinger angestoßene Transparenzdiskussion war im Herbst 2004 durch die Krise des Deka-Immobilienfonds angeheizt worden und hat letztendlich zu dem höheren Informationsangebot geführt. Der Korruptionsverdacht gegen einen Deka-Fondsgeschäftsführer, ein kräftiger Renditeeinbruch und ein externes Gutachten, das erheblichen Wertberichtigungsbedarf auf das Immobilienportfolio feststellte, führten dazu, dass die Anleger aus dem Fonds flohen und ihn in eine Liquiditätskrise stürzten. Um den Zusammenbruch des Fonds zu vermeiden, musste die Dekabank ihren Fonds durch Käufe stützten. In die Korruptionsaffäre ist auch ein ehemaliger Manager der DB Real Estate verwickelt.

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