Anwälte beklagen
Angeschlagene Göttinger Gruppe verkauft Immobilien

Die finanziell angeschlagene Göttinger Gruppe (GG) will weitere Immobilien veräußern. Über den Umfang der geplanten Verkäufe machte die Sprecherin keine Angaben.

DÜSSELDORF. Die GG hat nach eigenen Angaben vor kurzem Immobilien im Wert von 14 Mill. Euro verkauft – offenbar um liquide zu bleiben. Spekulationen über eine bevorstehende Insolvenz wies die Sprecherin zurück: „Wir sind zahlungsfähig“, sagte sie. Insolvenzanträge lägen keine vor. Anlegeranwälte berichten allerdings von nach wie vor schleppenden Zahlungen.

Die GG verkaufte in den 90-er Jahren für mehrere Mrd. Euro stillen Beteiligungen an rund 80 000 Anleger. Unter anderem wegen mangelnder Risikoaufklärung über ihr höchst umstrittenes Anlagemodell „Securente“ wird sie von Anlegeranwälte erfolgreich mit Schadenersatzprozessen überzogen. Außerdem muss die GG Forderungen aus außergerichtlichen Vergleichen bedienen. Der Göttinger Anwalt Jürgen Machunsky bezweifelt, dass sich die Situation der GG durch die Immobilienverkäufe substanziell verbessert. „Die Immobilien sind mit Grundpfandrechten belastet“, sagte er dem Handelsblatt. Die Lokalzeitung „Göttinger Tageblatt“ hatte am 14. August berichtet, die Volksbank Göttingen habe der GG ein auf Guthabenbasis laufendes Geschäftskonto gekündigt, nachdem das Guthaben durch Pfändungen aufgezehrt gewesen sei.

Inzwischen hat die GG ein neues Konto. Über die Höhe der nach wie vor drohenden Pfändungen machte sie keine Angaben. Zeitungsberichten zufolge sollen Anlegeranwälte weitere 437 Pfändungsbeschlüsse im Namen von Geschädigten gegen die GG erwirkt haben, die auf Forderungen in Höhe von 4,6 Mill. Euro beruhen.

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