April-Bilanz
Smart Trading: Anleger stiegen in Hebelprodukte ein

Die deutlichen Kursausschläge haben im April die kurzfristig orientierten und risikobewussten Anleger im Markt agieren lassen.

Der Handel in Anlageprodukten im Börse Frankfurt Smart Trading - dem Segment für Zertifikate- und Optionsscheinhandel - verharrte auf Vormonatsniveau, wohingegen die Umsätze in den Hebelprodukten zulegen konnten. Im Fokus der Privatinvestoren standen die Knock-Out-Produkte. Aber auch die einfachen Optionsscheine haben einen regelrechten Umsatzschub erfahren. Dies ist unter anderem auf den Anstieg der Volatilität zurück zuführen.

Die Smart-Trading-Umsätze im April 2005

Gemessen am VDax stieg diese von gut 11% (Tiefpunkt) auf 17,5% (Hochpunkt). Auch die Schwankungsintensitäten in den Aktien sind zum Teil sehr stark gestiegen. Dies führte zu Umsätzen insbesondere bei den Werten der Deutschen Telekom AG und der Deutschen Post AG, sowie der Allianz AG.

Die zum Teil starken Kursrückgänge haben auf der Kehrseite allerdings auch dazu geführt, dass zahlreiche Hebelprodukte im Börse Frankfurt Smart Trading ausgeknockt wurden. Immerhin hatte sich der Dax im April zunächst von 4344 auf 4422 verbessern können, bevor er dann im Tief auf 4159 fiel. Auf der Knock-Out-Liste waren aus diesem Grund sowohl Short, als auch Long Strukturen zu finden.

Knock-Out-Optionsscheine/-Zertifikate zeichnen sich durch den bei Erwerb nahezu konstanten Hebel und die damit einhergehende fast lineare Partizipation an der Kursentwicklung des zugrundeliegenden Underlyings aus. Ein weiteres Merkmal ist der annähernd zu vernachlässigende Einfluss der Volatilität des Basiswertes auf die Preisgestaltung des Derivates. Relevant wird die Volatilität nur sehr nahe an der Knock-Out Schwelle. Im Gegensatz zum klassischen Optionsschein korreliert sie beim Knock-Out negativ mit der Preisbildung. Eine niedrige Volatilität nahe an der Schwelle, lässt die Wahrscheinlichkeit steigen, dass es nicht zu einem Knock-Out kommt. Steigt die Schwankungsintensität dagegen nahe an dieser Barriere, so verliert das Hebelprodukt an Wert, da die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das Produkt wertlos verfällt.

Letzteres zeigt auch schon, dass es bei diesen Strukturen enorm wichtig ist, mit Stop Loss zu arbeiten. Insbesondere Mitte des Monats war das durchschnittliche, tägliche Handelsvolumen im Börse Frankfurt Smart Trading in den Hebelprodukten mehr als doppelt zu hoch, wie an den übrigen Tagen.

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