Auch computergesteuerte Anlagemodelle führen Aktienfonds für deutsche Standardwerte gut durch Börsenturbulenzen
Kleine Fonds fahren in der Baisse besser

Fonds mit kleinen Volumina scheinen sich besser durch die Baisse steuern zu lassen. Diesen Schluss legt die Hitliste der deutschen Aktienfonds für Standardwerte nahe. Die ertragreichsten Produkte sind fast allesamt klein. Nur zwei der zehn Besten haben ein Vermögen von über 100 Mill. Euro.

HB FRANKFURT/M. „Mit kleinen Volumina lassen sich Markttrends in der Regel schneller nachvollziehen als bei großen Produkten“, sagt Achim Backhaus, Fondsanalyst bei der Bad Homburger Vermögensverwaltung Feri Trust.

Die Investmentstrategien der erfolgreichen Experten sind jedoch sehr unterschiedlich. Fondsmanager Henning Gebhardt von der DWS etwa setzt auf die Rotation zwischen verschiedenen Branchen. Im DWS Select-Invest schraubte er etwa die Quote von Finanztiteln auf über 30 % und profitierte im zweiten Quartal von der Kurserholung bei Allianz, Commerzbank und Co. Inzwischen hat Gebhardt den Anteil von Finanzaktien wieder deutlich auf 17 % reduziert. „Vor allem bei Münchener Rück und Deutsche Bank nahmen wir Gewinne mit“, sagt er. Allerdings sei er nach wie vor optimistisch für die Branche. In den vergangenen zwölf Monaten bis Ende Juni begrenzte Gebhardt die Verluste im DWS Select-Invest auf 7,11 % und liegt damit auf dem zweiten Platz unter 94 Konkurrenten.

Ganz auf Markttiming setzt dagegen die Vermögensverwaltung Grohmann und Weinrauter (G & W). Mit Hilfe eines computergestützten Systems steuern die Experten je nach Marktlage die Investitionsquote in dem Warburg-Daxtrend-Fonds, für den G & W als Berater fungiert. Das Produkt liegt mit einem Verlust von 11,00 % direkt hinter dem DWS-Fonds.

Bei freundlichen Märkten steigt die Investitionsquote auf bis zu 100 %, fallen dagegen die Kurse, wird die Investitionsquote des Fonds auf bis zu 0 % gesenkt, wie Partner Martin Weinrauter erklärt. Durch die Absicherungsstrategie über Futures könne schnell auf kurzfristige Markttrends reagiert werden, betont er. Dabei arbeitet G & W vollkommen prognosefrei und orientiert sich nur an den Kursbewegungen im Dax. Eindeutige Meinungen vertritt dagegen DWS-Mann Gebhardt: Er ist für deutsche Aktien weiter positiv gestimmt.

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