Australischer Pensionsfonds
IFM stockt Angebot für Flughafen Wien auf

Bis zu 29,9 Prozent der Anteile am Flughafen Wien will IFM kaufen, je Anteilsschein sollten die Aktionäre 80 Euro bekommen. Nach Kritik aus Reihen der Aktionäre hat der Pensionsfonds nun sein Angebot erhöht.
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WienDer australische Pensionsfonds IFM reagiert auf die Kritik von Aktionären und stockt sein Angebot für die angestrebte Beteiligung am Flughafen Wien auf. Statt 80 Euro sollen die die Aktionäre nun 82 Euro je Anteilsschein erhalten, wenn sie ihre Papiere bis zum 18. Dezember an den Fonds verkaufen, erklärte dieser am Montag.

Zudem verzichtet IFM auf die Bedingung, mindestens 20 Prozent der Aktien einzusammeln. Wenn diese Hürde wegfällt, bekommen die Aktionäre ihr Geld deutlich früher. An der Börse kam das gut an: Die Flughafen-Wien-Papiere legten in der Spitze gut vier Prozent auf 80,98 Euro zu.

IFM hatte sich zum Ziel gesetzt, bis zu 29,9 Prozent der Anteile am Heimatflughafen der Lufthansa-Tochter Austrian zu kaufen. Doch einige Aktionäre – unter anderen der britische Fonds Petrus Advisers – hatten zuletzt ein besseres Angebot gefordert. IFM war zunächst nicht darauf eingegangen.

Doch nun änderte der Fonds seine Meinung. „Wir glauben, dass dieser Schritt im besten Interesse der Aktionäre ist“, sagte IFM-Manager Werner Kerschl. Auf Basis dieser Nachbesserungen habe IFM verbindliche Zusagen für knapp zwölf Prozent aller Flughafen-Aktien, erklärte der Fonds. Weitere knapp 1,4 Prozent der Anteilsscheine seien IFM bereits angedient worden.

IFM legt Gelder von Pensionsgesellschaften auf der ganzen Welt an. Über ihren Fonds IFM Global Infrastructure ist die Firma bereits an Flug- und Seehäfen sowie Strom- und Gasnetzbetreibern beteiligt. Beim Flughafen Wien streben die Australier eine längerfristige Beteiligung an. In das Tagesgeschäft wollen sie sich jedoch nicht einmischen, hatten sie erklärt.

Mit dem nachgebesserten Angebot verlängert sich auch die Annahmefrist um einige Tage bis 18. Dezember. Grünes Licht der Übernahmekommission steht allerdings noch aus. Sofern diese zustimmt, will IFM die neuen Angebotsunterlagen spätestens bis Freitag veröffentlichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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