Auswahl einzelner Aktien steht im Vordergrund
Angelsächsische Fonds liegen häufig vorn

Bei großen europäischen Aktienfonds haben die Angelsachsen oft die Nase vorn. Ein Wertzuwachs des Sparkassen- Fonds AriDeka von 26,96 Prozent auf Zwölfmonatssicht nimmt sich bescheiden aus gegenüber einem Plus von 50,27 Prozent des Fidelity European Growth Fund.

HB/vwd FRANKFURT/M. An der Größe des Fonds kann es jedenfalls nicht liegen: Mit mehr als 13 Mrd. Euro ist das Fidelity-Produkt der größte europäische Aktienfonds und ein schwererer Tanker als der AriDeka. Neben dem Fidelity-Fonds überzeugt auch die Aktienauswahl des Europe Equity Fund von JP Morgan Fleming. Der Fonds legte binnen zwölf Monaten 39,4 Prozent zu. Die Ausnahme unter den deutschen Häusern bildet der Marktführer DWS.

Der Fidelity European Growth ist ein „Stockpicker“, also ein Fonds, dessen Manager Graham Clapp allein auf Unternehmen schaut und attraktive Titel sucht. Volkswirtschaftliche oder Branchen-Daten spielen keine Rolle. Clapp hat mit Blick auf die Hausse bei Nebenwerten teilweise in Standardwerte umgeschichtet. Auch Portfoliomanager Amr Seif schaut nur auf Firmen und wählt für den JP Morgan Europe Equity Fund aus 1800 Aktien „die besten Titel aus“. Der Fonds kauft sowohl preiswerte Aktien als auch Titel mit schnellem Wachstum. Derzeit hat er zyklische Substanzwerte übergewichtet.

Iris Albrecht, Geschäftsführerin bei Fund-Market Deutschland, hält den Fidelity European Growth für einen der besten europäischen Aktienfonds. Zwar könne der Fonds wegen seiner Größe einige Chancen bei kleineren Firmen nicht mehr wahrnehmen, meint sie. Dennoch „schneidet der Fonds in allen Marktphasen wesentlich besser ab als die großen europäischen Indizes.“ Auch der JP Morgan-Fonds überzeugt sie. Allerdings werde der wegen seiner Nähe zur Benchmark kaum bedeutende Outperformance erreichen können.

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