Bank beschließt Stabilisierungskonzept
Neue Risiken für Krisenfonds der Deka

Der Deka-Immobilienfonds der Deka-Bank kommt nicht zur Ruhe. Eine interne Untersuchung des zentralen Fondsdienstleisters der Sparkassen ergab jetzt mit 1,1 Mrd. Euro höhere Bewertungsrisiken als vermutet. Das bestätigte ein Deka-Sprecher. Wirtschaftsprüfer hatten die Risiken bislang auf 600 bis 700 Mill. Euro taxiert.

mm/rrl FRANKFURT/M. Um weiter die Liquidität des offenen Immobilienfonds zu sichern und den Anlegern auch für das nächste Geschäftsjahr eine Mindestrendite von zwei Prozent zu garantieren, beschloss der Verwaltungsrat gestern ein neues Stabilisierungskonzept. Das Konzept lässt sich den Angaben zufolge nicht vollständig aus den laufenden Einnahmen des Fonds finanzieren, deshalb muss die Deka zwischen 100 und 200 Mill. Euro aus den Reserven zur Verfügung stellen.

Die Krise des Deka-Immobilienfonds begann 2004 mit der Verwicklung eines Ex-Geschäftsführers in den Frankfurter Korruptionsskandal. Der Vertrauensverlust und die hohen Leerstandsquoten einiger Objekte verursachten einen Liquiditätsabfluss in Milliardenhöhe. Auch der damalige Vorstandschef Axel Weber musste wegen Schwächen beim Krisenmanagement im März 2005 seinen Hut nehmen.

Bei den jetzt festgestellten Risiken von 1,1 Mrd. Euro, verteilt auf vier Jahre, handele es sich um ein Worst-Case-Szenario (den schlimmsten anzunehmenden Fall), betonte der Sprecher. Um auf Nummer sicher zu gehen, wolle die Bank ihre Kalkulationen auf diesem Szenario aufbauen.

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