Bank-Papiere
Langsam Zeit für Verkaufsstrategien

Die Substanz der Börsenhausse bröckelt. Während die breiten Aktienindizes noch nach Rekorden jagten, haben einige Sektoren bereits nicht mehr mitgezogen.

Vor allem Aktien aus Branchen, deren Geschäft stark am Zinsumfeld hängt, haben den Anschluss verloren oder bereits den Rückwärtsgang eingelegt. Das gilt vor allem für Bankaktien. Während der breite europäische Referenzindex Dow Jones Stoxx 600 seit Jahresbeginn acht Prozent im Plus liegt, hält sich der Index der Bankaktien nur knapp oberhalb der Null-Linie.

Relative Schwäche heißt noch nicht, dass auch die Kurse fallen. Entsprechend vorsichtig sollten Anleger mit Short-Zertifikaten oder Verkaufsoptionsscheinen auf fallende Aktienkurse von Banken spekulieren. Kleinere Positionen erscheinen aber schon unter Absicherungsaspekten gerechtfertigt, falls der Börse insgesamt die Puste ausgehen sollte. Zu den schwächsten Vertretern im schwachen europäischen Bankenindex gehört ausgerechnet die akquisitionsfreudige italienische Großbank Unicredit. Sie verlor gegenüber dem Jahresanfang bereits absolut an Wert, bisher knapp fünf Prozent.

Obwohl Unicredit-Chef Alessandro Profumo die eigene Geschäftsprognose für 2007 jüngst nach oben setzte, sehen die Investoren am Horizont anscheinend dunkle Wolken aufziehen. Die kauffreudigen Italiener wären nicht die erste Großbank, die sich in der Rückschau mit milliardenschweren Zukäufen in zu rascher Folge übernommen hätte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%