Banken drängen in die USA
Immobilien-Derivate werden immer beliebter

Der Markt für Immobilien-Derivate erlebt einen Aufschwung. Nachdem britische Marktteilnehmer das auf dem dortigen Freiverkehrsmarkt (OTC) bestehende Angebot erweitert haben, sollen Immobilien-Derivate auch in den USA größere Bedeutung erlangen.

LONDON. In den USA hat die Credit Suisse bis Ende April 2007 das alleinige Recht, Derivate auf die populären Immobilien-Indizes des National Council of Real Estate Investment Fiduciaries (NCREF) zu nutzen. Jetzt wollen andere Banken in diesen Markt einsteigen und für eine höhere Liquidität sorgen. Neben diesem OTC-Markt gibt es in den USA auch börsengelistete Immobilien-Derivate. An der Chicago Mercantile Exchange (CME) werden Futures und Optionen gehandelt, mit denen auf Preistrends regionaler Immobilienmärkte spekuliert werden kann.

In England sind die von der Investment Property Databank (IPD) berechneten Immobilienindizes wichtigste Grundlage für den Derivatehandel. Der IPD UK All-Property-Index ist anerkannte Messlatte für Preistrends britischer Immobilien. Er reflektiert die Wertentwicklung von mehr als 11 000 Immobilien im Marktwert von 150 Mrd. Pfund. Jetzt erhalten diese Indizes Konkurrenz durch Messlatten, die vom Index-Serviceunternehmen FTSE in Kooperation mit dem Hedge-Fonds MSS kreiert wurden. Im Jahr 2005 wurden nach Angaben von IPD in Großbritannien Derivate im Wert von 850 Mill. Pfund gehandelt. Für dieses Jahr rechnet Ed Stacey von Eurohypo mit zwei Mrd. Im Jahr 2007 könnten es sogar fünf Mrd. Pfund sein.

Das zunehmende Interesse des Marktes hat Goldman veranlasst, ein Partizipationszertifikat zu emittieren, das die Performance des IPD UK Annual Total Return Index abbildet. Der Anleger partizipiert mit dem am 31. März 2011 fälligen Zertifikat voll an der Wertentwicklung des Index. Dieser beinhaltet nach Angaben von Goldman-Experte Jörg Kukies ausschließliche gewerblich genutzte Immobilien.

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